Aktunç: Tourismusförderung in Nordzypern ist keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit
Am 17. März erklärte Serhan Aktunç, Staatssekretär im Ministerium für Tourismus, Kultur, Jugend und Umwelt, in der Sendung „Sabahın Haberleri“ auf Kıbrıs Postası TV, dass die Unterstützung des Tourismus in Nordzypern keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit sei.
Aktunç bewertete die Auswirkungen des Krieges im Iran auf den Tourismussektor und wies darauf hin, dass unter den aktuellen geopolitischen Bedingungen Sicherheit und Preise die Hauptfaktoren für Touristen seien. Ihm zufolge verstärke die Militarisierung in Südzypern die Risikowahrnehmung, doch dort hätten die Ministerien den Tourismus nicht mit dem Konflikt verknüpft und die Branche unabhängig von den militärischen Ereignissen weitergeführt.
Er merkte an, dass es in Nordzypern zwar keine Massenannullierungen von Flügen wie im Süden gegeben habe, die Buchungen jedoch zurückgegangen seien. Aktunç betonte die Notwendigkeit, die Teilnehmer am Tourismusmarkt zu motivieren, Maßnahmen zur Isolierung des Sektors von negativen Folgen zu entwickeln und eine Unterstützung für die Nachkriegszeit festzulegen.
Der Staatssekretär wies auf den wirtschaftlichen Effekt hin: Der Tourismus leiste seiner Einschätzung nach den größten Beitrag zur Verringerung des Leistungsbilanzdefizits, weshalb Sparmaßnahmen die ertragsstarken Branchen nicht schwächen dürften. Er warnte davor, dass falsch ausgerichtete Kürzungen durch den Multiplikatoreffekt einen größeren wirtschaftlichen Schaden anrichten könnten.
Auf eine Frage zu den steigenden Kosten stellte Aktunç fest, dass in den letzten 13 Monaten drei Anpassungen der Lebenshaltungskosten die Ausgaben des Sektors erhöht hätten; Kraftstoffe und Energieressourcen seien teurer geworden, ebenso wie die Personalkosten. Er wie auf die unzureichende Nutzung von Solarenergie hin und rief dazu auf, Projekte zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit umzusetzen, darunter das Projekt Ada Kıbrıs. Aktunç betonte zudem die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Unterstützung und Förderung des privaten Sektors und des serviceorientierten Tourismus in Nordzypern.
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