Cyprus, Nicosia

Der Türkisch-Zyprische Ärzteverband weigerte sich, Spezialisierungen ohne seine Genehmigung anzuerkennen

16.01.2026 / 12:40
Nachrichtenkategorie

Der Zyprisch-Türkische Ärzteverband (KTBB) erklärte am 16. Januar 2026, dass er keine medizinischen und zahnmedizinischen Spezialisierungen in Nordzypern ohne seine Zustimmung zulassen und die entsprechenden Dokumente nicht anerkennen werde, falls der vorgeschlagene Gesetzentwurf zum Gesundheitsministerium in seiner derzeitigen Fassung verabschiedet wird.

In einer schriftlichen Erklärung wies der Vorstand der KTBB darauf hin, dass die Regelung über eine zentrale Aufnahmeprüfung für die Facharztausbildung aus dem Entwurf gestrichen wurde. Der Verband behauptet, dass seine Stellungnahmen, Warnungen und wissenschaftlichen Einwände bei den parlamentarischen Beratungen ignoriert wurden und dass Druck auf den Ausschuss für Verwaltungs-, Sozial- und Gesundheitsangelegenheiten ausgeübt wurde.

Die KTBB warnte, dass sie Spezialisierungen, die ohne ihre Zustimmung erworben wurden, nicht anerkennen werde und beabsichtigt, alle rechtlichen Mittel einschließlich gerichtlicher Schritte zu nutzen. Zudem machte der Verband den Premierminister Ünal Üstel und den Gesundheitsminister Hakan Dinçyürek sowie Abgeordnete sowohl der Regierungskoalition als auch der Opposition für mögliche Folgen verantwortlich.

In der Erklärung wird betont, dass die Entscheidung dem Schutz der medizinischen Ethik und der öffentlichen Gesundheit dient; der Verband stellt fest, dass das Recht auf Gesundheit keine Ware ist und die Einhaltung beruflicher Standards erfordert.

Nur registrierte Benutzer können Kommentare hinterlassen. Um einen Kommentar abzugeben,melden Sie sich bei Ihrem Konto an oder erstellen Sie ein neues →