Cyprus, Nicosia

Umweltschützer fordern Stopp des Herbizideinsatzes an zyprischen Straßen

22.02.2026 / 17:01
Nachrichtenkategorie

Die Kammer der Landschaftsarchitekten unter der KTMMOB hat gemeinsam mit mehreren Umweltorganisationen eine Erklärung gegen den Einsatz von Herbiziden (Unkrautvernichtungsmitteln) im öffentlichen Raum und entlang von Straßen abgegeben.

In dem veröffentlichten Appell wird betont, dass chemische Behandlungen, unter anderem auf der Autobahn Lefkoşa–Mağusa und anderen Abschnitten auf der ganzen Insel, ernsthafte Risiken für die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung bergen.

Nach Ansicht der Verfasser der Erklärung kann der Einsatz von Herbiziden die biologische Vielfalt schädigen, Boden und Grundwasser verunreinigen sowie eine Gefahr für Bienen und andere Bestäuber darstellen. Es wird darauf hingewiesen, dass einige Substanzen, darunter Glyphosat-Derivate, mit Risiken für die menschliche Gesundheit in Verbindung gebracht werden.

Die Umweltschützer äußerten zudem die Besorgnis, dass wild wachsende Kräuter, die in der zyprischen Küche beliebt sind, mit Chemikalien belastet sein und auf den Tischen der Einwohner landen könnten.

Als Alternative wird vorgeschlagen, auf chemische Behandlungen zu verzichten und stattdessen zu einer mechanischen Mahd überzugehen, die die natürlichen Blüte- und Samenbildungszyklen berücksichtigt. Nach Ansicht der Organisationen würde dieser Ansatz den Boden erhalten, Erosion verhindern und die biologische Vielfalt schützen.

Abschließend riefen die Autoren des Appells staatliche Stellen und Gemeinden dazu auf, die derzeitige Praxis zu überdenken und auf den Einsatz von Herbiziden im öffentlichen Raum zu verzichten.

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