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Die griechische Seite Zyperns wertete den Beschluss des Europarats zum Eigentum als diplomatischen Erfolg

13.06.2026 / 16:18
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Der Beschluss des Ministerkomitees des Europarats in der Frage der Eigentumsrechte griechischer Zyprioten hat in der griechischsprachigen Presse der Insel für großes Aufsehen gesorgt und wurde von den Behörden der Republik Zypern als wichtiger diplomatischer Erfolg gewertet. Bei der Sitzung in Straßburg entwickelte sich zwischen der griechischen und der türkischen Delegation ein harter diplomatischer Schlagabtausch, in dessen Folge Ankara nicht in der Lage war, die Schließung des Kontrollverfahrens zu erreichen.
Der Außenminister der Republik Zypern, Konstantinos Kombos, erklärte, die wichtigste Errungenschaft sei es gewesen, die Versuche der Türkei zu blockieren, die Prüfung ihrer Umsetzung der Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Bezug auf das Eigentum griechischer Zyprioten zu beenden. Nach Angaben des Ministers hätte die Schließung dieses Verfahrens bedeutet, anzuerkennen, dass Ankara seine Verpflichtungen gegenüber den Flüchtlingen vollständig erfüllt habe. Kombos erinnerte daran, dass die Türkei 2022 dem Abschluss dieses Verfahrens sehr nahe gewesen sei, als ihr nur zwei Stimmen gefehlt hätten.
Als zweiten wichtigen Erfolg betrachtet die griechische Seite die Einleitung des Verfahrens zur Vorbereitung eines offiziellen Ersuchens des Europarats-Sekretariats an den EGMR zur weiteren Auslegung und Prüfung des Falls. Der bekannte Anwalt Achilleas Dimitriadis, der die griechischen Zyprioten in vielen Präzedenzfällen vor dem EGMR vertreten hat (darunter im Fall Loizidou), bestätigte die Bedeutung dieses Schrittes. Er präzisierte, dass die Entscheidung direkt mit der Gruppe der Fälle „Xenidis-Aresti“ zusammenhängt und die Ausarbeitung der erforderlichen Unterlagen bis Ende Juni verlangt.
Insgesamt wurden die türkischen Initiativen dank der Unterstützung großer europäischer Staaten wie Frankreich und Italien bei vier aufeinanderfolgenden Abstimmungen mit Mehrheit abgelehnt. Dem verabschiedeten Beschluss zufolge wird die Türkei in dieser Frage mindestens noch ein weiteres Jahr unter verstärkter Aufsicht des Europarats bleiben.

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