Cyberkriminalität im Zusammenhang mit KI nimmt auf Nordzypern zu
Fälle von Betrug und Datendiebstahl unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) nehmen in der TRNC zu. Die Behörde für Informationstechnologien und Kommunikation (BTHK) fordert Aktualisierungen der bestehenden Gesetze und die Schaffung spezialisierter Cyberkriminalitätseinheiten.
In einem Gespräch mit der türkischen Nachrichtenagentur Zypern (TAK) berichtete der Präsident der BTHK, Kadri Bürüncük, von einem starken Anstieg der Cybersecurity-Verletzungen. 2021 wurden 97 Schwachstellen in der TRNC identifiziert, doch bis 2024 war diese Zahl auf 233 gestiegen, mit einem Höchstwert von 259 Fällen im Jahr 2023.
Bürüncük betonte, dass die Bemühungen zur Bekämpfung der Cyberkriminalität in der TRNC in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum für Cyber-Incident-Response der Türkei (USOM) durchgeführt werden.
Dank dieser Partnerschaft hat Nordzypern seine Verteidigungsmaßnahmen gegen Cyberbedrohungen gestärkt und umfassende Forschungen zur Verbrechensprävention durchgeführt. Identifizierte Sicherheitslücken wurden den zuständigen Institutionen gemeldet, die daraufhin die notwendigen Maßnahmen ergriffen haben.
Wer sind die Hauptziele?
Online-Betrüger auf Nordzypern zielen oft auf ältere Menschen, Unternehmen, staatliche Institutionen und häufige Internetnutzer ab.
Einige der häufigsten Betrugsmaschen beinhalten Phishing – das Täuschen von Opfern, um persönliche und finanzielle Daten über gefälschte E-Mails, betrügerische Websites oder täuschende Links zu erhalten. Cyberkriminelle setzen auch psychologische Manipulation ein, sei es durch das Gewinnen des Vertrauens eines Opfers oder durch Einschüchterung.
Weitere beliebte Methoden umfassen:
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Gefälschte Zahlungsseiten und betrügerische Websites
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Phishing-Betrügereien über Textnachrichten oder Telefonanrufe zum Diebstahl von Kreditkartendaten
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Datenverletzungen und Lecks
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Cybermobbing – Belästigung, Erpressung und Online-Stalking
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KI-basierte Betrügereien mit Deepfake-Audio- und Video-Manipulation
Der Bedarf an stärkeren Vorschriften
Obwohl in der TRNC Gesetze zur Bekämpfung der Cyberkriminalität bestehen – darunter das „Gesetz über Cyberkriminalität“, das „Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten“ und das „Gesetz über elektronische Kommunikation“ – betonte Bürüncük, dass diese rechtlichen Rahmenwerke kontinuierlich aktualisiert werden müssen, um mit der sich schnell entwickelnden Technologie Schritt zu halten.
Wie man sich schützen kann
Um das Risiko, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, zu verringern, empfehlen Experten:
Verwendung starker, einzigartiger Passwörter für verschiedene Plattformen
Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle Online-Konten
Vermeidung der Weitergabe persönlicher Informationen in sozialen Medien und auf öffentlichen Plattformen
Vorsicht bei verdächtigen E-Mails, Links und Nachrichten
Halten Sie Software und Sicherheitsprogramme auf dem neuesten Stand
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