Auf Nordzypern wurde eine staatenlose junge Frau festgenommen: Das Gericht verlängerte die Untersuchungshaft
Die 20-jährige Fatoş Horuz, auf Nordzypern geboren und ohne Staatsangehörigkeit, bleibt weitere 7 Tage in Haft — diese Entscheidung traf das Gazimağusa Kaza Mahkemesi. Die junge Frau wurde am 17. November wegen fehlender Aufenthaltserlaubnis festgenommen.
Nach Angaben ihres Anwalts lebt Horuz faktisch in einem rechtlichen Vakuum: Trotz eingereichter Anträge wurde ihr weder die Staatsbürgerschaft der TRNZ noch die der Türkei gewährt. Sie besitzt nur eine Geburtsurkunde, und offizielle Verfahren sind seit Jahren nicht abgeschlossen.
Die Situation wird zudem durch familiäre Umstände erschwert: Ihre Mutter verließ die Insel im Jahr 2008 und kann aufgrund von Migrationsschulden nicht zurückkehren, während ihr Vater die Staatsbürgerschaft erst 2023 erhielt. Im Jahr 2024 nahm Fatoş offiziell seinen Nachnamen an, doch auch das brachte den Prozess nicht voran.
Der Anwalt weist darauf hin, dass das Mädchen faktisch unter den Status einer staatenlosen Person fällt, dieser jedoch nicht formalisiert ist, weshalb sie keine Befreiung von der Aufenthaltserlaubnis erhalten kann. Infolgedessen kann Horuz weder abgeschoben noch freigelassen werden.
Der Jurist betont, dass das Mädchen jahrelang nicht in der Lage war, grundlegende Rechte vollständig auszuüben — von Bildung bis Gesundheitsversorgung — und sich heute weiterhin in einer Zelle befindet.
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