Vorsitzende der Lehrergewerkschaft meldet Zunahme von Gewalt an Schulen in Nordzypern
Die Vorsitzende der türkisch-zypriotischen Lehrergewerkschaft für Sekundarbildung, Selma Eylem, veröffentlichte eine schriftliche Erklärung zu den zunehmenden Fällen von Mobbing und Gewalt unter Schülern in Nordzypern.
Eylem erklärte, dass Videos mit Schülern außerhalb der Schule keine Einzelfälle seien, sondern die Folgen der im Land verfolgten Bildungspolitik widerspiegelten. Nach ihren Worten habe die Gewerkschaft wiederholt davor gewarnt, dass die Schaffung eines sicheren und gesunden Bildungsumfelds ignoriert werde.
Laut Eylem befinden sich die Infrastruktur und Ausstattung der Schulen in einem unzureichenden Zustand: Kinder und Lehrkräfte sind gezwungen, in Containern und auf Baustellen zu lernen und zu arbeiten. Zudem wurde ein Personalmangel festgestellt: Stellen für Schulleiter, stellvertretende Schulleiter, Abteilungsleiter und Werkstattleiter bleiben unbesetzt.
Eylem berichtete, dass im ersten Semester des vergangenen Schuljahres 53 Lehrkräfte fehlten. Ihren Angaben zufolge wurden zudem nicht genügend Beratungslehrer und Sonderpädagogen eingestellt. Sie erklärte, dass das Bildungsministerium Fälle von Belästigung und Vergewaltigung vertuscht und bei der Ausarbeitung von Maßnahmen Konsultationen ignoriert habe.
Eylem fordert eine Stärkung der psychologischen Unterstützungsdienste, eine vollständige Personalbesetzung sowie die Entwicklung eines umfassenden Plans unter Beteiligung aller Interessengruppen. Zudem wies sie darauf hin, dass der Übergang zum Ganztagsunterricht zusätzliche Risiken für die Ernährung und Sicherheit der Kinder geschaffen habe, was ihrer Meinung nach das Problem verschärfe.
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