Cyprus, Nicosia

KITSAB fordert die Einführung einer Preisobergrenze für Flugtickets nach Nordzypern

24.01.2026 / 09:45
Nachrichtenkategorie

Die hohen Flugpreise nach Nordzypern sorgen weiterhin für Unzufriedenheit im Tourismussektor. Der Vorsitzende des Verbands der zyprisch-türkischen Tourismus- und Reiseagenturen (KITSAB), Oguz Akancay, erklärte, dass das Problem durch die Einführung einer Preisobergrenze und eine Erhöhung der Flugfrequenzen gelöst werden könne.

Seiner Ansicht nach sollte für Flüge nach Zypern ein System mit maximalen Ticketpreisen eingeführt werden, ähnlich wie bei Inlandsflügen in der Türkei. Dies sei besonders in Zeiten hoher Nachfrage wichtig — während Feiertagen, zu Beginn und Ende des akademischen Jahres an den Universitäten sowie in der Tourismussaison.

„Wenn die Zahl der Ziele und Flüge erhöht wird, stellt sich das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage wieder her, und die Preise werden sinken“, betonte Akancay.

Der KITSAB-Vorsitzende merkte an, dass Fluggesellschaften wie Turkish Airlines, Pegasus, SunExpress und AJet in Zeiten hoher Auslastung aktiver zusätzliche Flüge einsetzen sollten. Das Fehlen solcher Flüge führe seiner Aussage nach direkt zu starken Preisanstiegen.

Akancay kritisierte zudem das bestehende System der staatlichen Tourismusförderung als unzureichend. Seiner Meinung nach reichen Subventionen für Charterflüge aus Europa allein nicht aus — es bedarf eines umfassenden Fördermodells, das Passagierzahlen und Strecken sowie die Beteiligung von Reiseveranstaltern berücksichtigt.

Der KITSAB-Vorsitzende teilte mit, dass die Organisation bereits Gespräche mit Fluggesellschaften und zuständigen Ministerien führt. Insbesondere bereitet Turkish Airlines spezielle Tarife für das Jahr 2026 vor, darunter für europäische Strecken und Kulturtouren in die Türkei.

Darüber hinaus werden spezielle Gruppentarife über Reisebüros ausgearbeitet, um Reisen nach Nordzypern erschwinglicher zu machen.

Laut Akancay verläuft die aktuelle Wintersaison im Tourismus schwächer als erwartet, doch die Frühbuchungen für den Sommer zeigen eine positive Entwicklung. Er betonte, dass der Winterrückgang nicht nur für Nordzypern, sondern für die meisten europäischen Reiseziele typisch sei.

Sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten, werden für die Sommersaison 2026 keine ernsthaften Probleme erwartet. Die Vorbereitungen dafür, so der KITSAB-Vorsitzende, begannen bereits 2025, während parallel schon an der Saison 2027 gearbeitet wird.

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