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In Paphos wurde die Umbenennung der Kemal-Atatürk-Straße nach einem Eingreifen der UN ausgesetzt

03.06.2026 / 12:48
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Der Gemeinderat von Paphos hat beschlossen, den Prozess der Umbenennung der nach Kemal Atatürk benannten Straße, die sich im traditionellen türkisch-zyprischen Viertel der Stadt Moutallos befindet, vorübergehend auszusetzen. Zuvor hatten die örtlichen Behörden geplant, den Namen dieser Straße in „Stelios Kyriakides“ zu ändern, zu Ehren des berühmten zyprischen Marathonläufers. Diese Initiative löste jedoch erhebliche politische Kontroversen aus, stieß auf scharfe Kritik seitens der Führung Nordzyperns und gab Anlass zu diplomatischem Eingreifen durch die Vereinten Nationen.

Vertreter der Vereinten Nationen auf Zypern äußerten tiefe Besorgnis über die Pläne der Gemeindeverwaltung von Paphos und wiesen darauf hin, dass derartige einseitige Maßnahmen in Bezug auf Objekte des kulturellen und historischen Erbes der türkisch-zyprischen Gemeinschaft den Bemühungen um den Aufbau von Vertrauen zwischen den beiden Teilen der Insel erheblichen Schaden zufügen könnten. Vor diesem Hintergrund empfahlen internationale Beobachter nachdrücklich, die Umsetzung dieser Entscheidung bis zur Durchführung umfassender Konsultationen und zur Beilegung der entstandenen Meinungsverschiedenheiten auszusetzen.

Vor dem Hintergrund des zunehmenden diplomatischen Drucks bestätigte der Bürgermeister von Paphos, dass die Frage der Umbenennung der Straße offiziell eingefroren und von der laufenden Tagesordnung genommen wurde, um weitere rechtliche und politische Bewertungen vorzunehmen. Lokale Beobachter weisen darauf hin, dass die Bewahrung der historischen Toponymie in den türkisch-zyprischen Gebieten im Süden der Insel ein äußerst sensibles Thema bleibt und dass jeder Versuch ihrer Änderung auf höchster zwischenkommunaler Ebene abgestimmt werden muss, um eine weitere Eskalation der Spannungen zu verhindern.

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