Frühe Blumen in Nordzypern: Anemonen und andere Winter-Frühlingspflanzen
Nordzypern ist zu jeder Jahreszeit schön, doch im Frühling, wenn die Natur erwacht, beeindruckt die Insel mit ihrer wahren Pracht. Im Frühling ist die Flora der Insel ein Paradies für Botaniker und Liebhaber von Fotografie oder Malerei; hier gibt es fast 2000 Wildblumenarten.
Anemonen (am häufigsten Anemone coronaria) erscheinen in der Regel nach den ersten beständigen Winterregen und blühen massenhaft von Januar bis April; an sonnigen Standorten verblühen sie schneller, während sie in kühleren und höher gelegenen Regionen länger halten. Am einfachsten sind sie auf offenen Feldern und in lichten Wäldern an den Ausläufern des Kyrenia-Gebirges sowie in der Mesaoria-Ebene zu finden.

- Welche Anemonenarten gibt es
- Wann die Anemonen in Nordzypern blühen
- Wo man Anemonen in der Natur Nordzyperns finden kann
- Weitere frühe Blumen in Nordzypern
- „Zypern-Orchideen“: Was sie sind und wann man sie sucht
- Wie man Blumen betrachtet, ohne der Natur zu schaden
- Nützliche Dienste für Ausflüge zur Blütezeit
- Häufig gestellte Fragen
Welche Anemonenarten gibt es
Das Wort „Anemone“ fasst viele Arten zusammen. In Nordzypern und auf der gesamten Insel ist mit „Wildanemonen“ meist die Kronen-Anemone (Anemone coronaria) gemeint: Sie ist es, die in der grünen Saison leuchtende „Teppiche“ aus roten, weißen, lila und blauen Blüten bildet.
In der Praxis lassen sich Anemonen wie folgt unterteilen:
- Mediterrane Knollenanemonen (einschließlich Anemone coronaria) – für Beete, Töpfe und als Schnittblumen; sie sind in der kühlen Jahreszeit aktiv und gehen im Sommer in die Ruhephase über.
- Wald- und Bodendeckeranemonen – bevorzugen meist Halbschatten und feuchtere Böden; in Nordzypern werden sie meist an geschützten Stellen (ohne Überhitzung und Austrocknung) kultiviert.
- Herbst-Anemonen (japanische Arten und Hybriden) – blühen später, vertragen aber heiße, trockene Sommer ohne regelmäßige Bewässerung und Mulchen schlechter.

Wann die Anemonen in Nordzypern blühen
Im Klima Nordzyperns „erwachen“ Anemonen nach den Winterregen: Sie bilden in der Kühle Blätter aus und blühen mehrere Monate lang. Der Höhepunkt hängt vom Wetter des jeweiligen Jahres, der Höhe über dem Meeresspiegel und der Exposition gegenüber Sonne und Wind ab.
| Zeitraum | Was passiert | Kommentar |
|---|---|---|
| November – Dezember | Beginn des Grünwachstums | Nach den ersten beständigen Regenfällen und kühlen Nächten. |
| Januar – April | Hauptblütezeit | In der Ebene oft früher, in den Ausläufern und höher gelegenen Gebieten später und länger. |
| April – Mai | Ende der Blüte, Samenreifung | In der prallen Sonne verblühen sie schneller. |
| Mai – September | Ruhephase | Bei Hitze verschwindet der oberirdische Teil meist, die Knolle überdauert im Boden. |
Wo man Anemonen in der Natur Nordzyperns finden kann
Wildanemonen findet man am häufigsten dort, wo sich im Winter und frühen Frühjahr eine grüne Decke hält: auf offenen Feldern, an Waldrändern, in lichten Olivenhainen, an steinigen Hängen und auf Flächen mit Boden, der nicht zu früh austrocknet. Ein typisches Szenario für Nordzypern sind „Flecken“ und „Teppiche“ in der Mesaoria-Ebene, auf der Karpas-Halbinsel und an den Ausläufern des Kyrenia-Gebirges (besonders an sonnigen Stellen mit kurzem Gras).
Wenn Sie einen Ausflug zur Blütezeit planen, empfiehlt es sich, Folgendes zu wählen:
- Felder und offene Flächen in der Nähe niedriger Hügel (dort grünt es nach Regenfällen schneller);
- Olivenhaine und lichte Wälder (Blumen wachsen oft in „Inseln“ zwischen den Bäumen);
- weniger zertretene Abschnitte an Nebenstraßen (parken Sie jedoch so, dass Sie nicht auf die Grünstreifen fahren).
Weitere frühe Blumen in Nordzypern
Wenn das Ziel ist, die „grüne Saison“ in ihrer ganzen Pracht zu erleben, reichen Anemonen allein oft für mehrere Ausflüge aus: Unterschiedliche Höhen und Ausrichtungen sorgen für ein unterschiedliches Timing. Doch neben ihnen finden sich oft auch andere Winter- und Frühlingsblumen.
- Zyklamen (Cyclamen cyprium) – eine auf der Insel endemische Art; blüht in der Natur meist von Herbst bis Mitte Winter, häufig in bergigen und schattigen Lagen, wo sich die Feuchtigkeit länger hält.

- Zypern-Tulpe (Tulipa cypria) – ein seltener und geschützter Endemit, der meist im März/April blüht. In Nordzypern wird sie mit den Gebieten um Kormakitis und Teilen des Kyrenia-Gebirges in Verbindung gebracht. Die Beobachtung sollte vorsichtig erfolgen, ohne die Wuchsstellen zu betreten.

- Affodill (Asphodelus) – auffällige „Blütenkerzen“; erscheinen oft während der Grünphase auf Feldern und Hängen und halten bis zum Frühjahr.

- Narzissen (Wildarten) – finden sich im Winter und frühen Frühjahr, besonders nach Regenfällen an eher „feuchten“ Stellen.

- Krokusse – frühe Blumen der kühlen Jahreszeit; deutlicher sichtbar in kühleren Regionen und in der Höhe.

- Muscari (Traubenhyazinthe) – kleine blaue „Trauben“, blühen oft zusammen mit anderen Frühlingswildblumen.

„Zypern-Orchideen“: Was sie sind und wann man sie sucht
Umgangssprachlich sind mit „Zypern-Orchideen“ oft die Ragwurzen der Gattung Ophrys gemeint. Eine der bekanntesten ist Ophrys kotschyi (ein Insel-Endemit): Ihre Blüte imitiert ein Insekt und lockt Bestäuber durch „Täuschung“ an – durch Form und Signale, die Pheromonen ähneln.
Saisonal erscheinen diese Orchideen meist im späten Winter und Frühjahr. Man sucht sie häufig an sonnigen Hängen, an Stellen mit Kalkböden und kurzem Gras. Diese Pflanzen sollte man nicht berühren: Beobachten und fotografieren Sie sie aus der Ferne.

Wie man Blumen betrachtet, ohne der Natur zu schaden
- Bleiben Sie auf den Pfaden und betreten Sie keine dichten „Blumenteppiche“: Der Boden sowie Zwiebel- und Knollenpflanzen werden leicht beschädigt.
- Pflücken oder gar graben Sie keine Wildpflanzen aus: Seltene Arten auf der Insel kommen nur lokal vor und regenerieren sich langsam.
- Wenn Sie fotografieren, knien Sie sich lieber daneben und fotografieren aus einem Winkel, anstatt für das perfekte Bild das Gras drumherum niederzutreten.
- Bringen Sie keine Pflanzen aus der Natur „in den Garten“: Für zu Hause ist es sicherer, Knollen/Zwiebeln im Handel zu kaufen, anstatt Wildpflanzen zu entnehmen.
Nützliche Dienste für Ausflüge zur Blütezeit
Wenn Sie einen Tagesausflug oder ein Wochenende zur Blütezeit planen, ist es oft praktischer, die Logistik vorab zu klären.
- Wenn Sie Ihren Ausflug mit einer geführten Wanderung oder einer Naturführung ergänzen möchten, finden Sie Optionen auf Tripster oder Sputnik8.
- Falls Sie planen, die Insel mit dem Auto zu erkunden, können Sie Mietwagenoptionen über Localrent vergleichen.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Zeit, um Anemonen in Nordzypern zu sehen?
Meistens von Januar bis April. In warmen Jahren erscheinen die ersten massiven Felder früher, während sich die Saison in kühleren und höher gelegenen Lagen eher in den März oder April verschiebt.
Warum gibt es in einem Jahr viele Anemonen und im anderen weniger?
Der Hauptfaktor ist die Regenmenge und die Verteilung der Niederschläge im Winter. Wenn der Regen in Schüben kommt und danach eine milde Kühle herrscht, ist die Blüte meist stärker und hält länger an.
Kann man wilde Anemonen in den eigenen Garten umpflanzen?
Das sollte man nicht tun. Für den heimischen Anbau ist es sicherer, Zwiebeln oder Knollen im Fachhandel zu kaufen. Das Entnehmen aus der Natur endet oft mit dem Eingehen der Pflanze und der Beschädigung des Standorts.
Woran erkennt man, dass die Anemonen zu Hause in die „Ruhephase“ müssen?
Nach der Blüte beginnen die Blätter gelb zu werden und abzusterben. Zu diesem Zeitpunkt wird das Gießen schrittweise reduziert: Die Knolle muss eine trockene Sommerperiode durchlaufen, um in der nächsten Saison wieder normal blühen zu können.
Welche anderen Blumen sollte man zusammen mit Anemonen suchen?
Häufig findet man in der Nähe Affodill, Muscari, Krokusse und wilde Narzissen. Ende des Winters und im Frühjahr stößt man an sonnigen Hängen manchmal auch auf Orchideen der Gattung Ophrys.
Kann man die Zypern-Tulpe (Tulipa cypria) in Nordzypern sehen?
Ja, diese Art ist an bestimmte Gebiete der Insel gebunden, einschließlich des Nordwestens und Teilen des Kyrenia-Gebirges. Dies ist eine seltene, geschützte Pflanze: Sie darf weder gepflückt noch ausgegraben werden, man betrachtet sie aus der Ferne.
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