182 Todesfälle durch Überdosis in Nikosia: Bericht der CAAR für 2004–2023
Das Nationale Dokumentations- und Informationszentrum für Drogen beim Zyprischen Suchtbekämpfungsorgan (CAAR) hat alarmierende Statistiken veröffentlicht: Zwischen 2004 und 2023 wurden im Land 182 Todesfälle durch Überdosen registriert.
Besonders kritisch zeigt sich die Lage im Jahr 2023 — in diesem Zeitraum wurden 17 Todesfälle verzeichnet, die überwiegende Mehrheit im Zusammenhang mit dem Konsum von Stimulanzien, insbesondere Kokain und Methamphetamin. Diese Zahlen wurden in einer Veröffentlichung der CAAR vorgestellt, die dem Internationalen Overdose Awareness Day am 31. August gewidmet ist. In ihrer Mitteilung betonte die Behörde die Bedeutung des diesjährigen Mottos — „Gemeinsam für das Leben“ — und rief zu kollektiven Maßnahmen und Solidarität bei der Prävention solcher Tragödien auf.
Neben der lokalen Statistik legte die CAAR auch Daten für die Europäische Union vor. Laut dem Europäischen Drogenbeobachtungszentrum (EUDA) wurden 2023 in der EU mindestens 6 500 Todesfälle durch Überdosierungen registriert. Die meisten Fälle standen im Zusammenhang mit Polytoxikomanie — einer Kombination aus Opioiden, Stimulanzien, Alkohol und Benzodiazepinen.
Als Reaktion auf diese Situation setzt die CAAR weiterhin umfassende Strategien zur Verringerung tödlicher Ausgänge um. Die Hauptschwerpunkte umfassen:
Substitutionstherapie — Ausweitung des Zugangs und Bindung opioidabhängiger Patienten in Programmen der Substitutionsbehandlung mit Opioidagonisten.
Sicherstellung der Kontinuität der Behandlung, auch während Haftzeiten und der Reintegration in die Gesellschaft.
Die Organisation betont, dass diese Maßnahmen darauf abzielen, das Risiko von Überdosierungen zu senken und die Gesamteffektivität des Hilfssystems für Suchtkranke zu verbessern.
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