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95 % des weltweiten Internets gerieten unter Bedrohung

17.06.2026 / 11:20
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Fachleute haben herausgefunden, dass mächtige Unterwasserströmungen, die Internetkabel auf dem Meeresboden zerreißen können, viel häufiger vorkommen, als Experten zuvor angenommen hatten. Gemeint sind sogenannte „Superströmungen“ – gigantische Wasser- und Sedimentmassen, die sich am Meeresboden mit Autobahngeschwindigkeit bewegen und alles auf ihrem Weg mitreißen.

Das Problem ist, dass über Unterseekabel mehr als 95 % des gesamten weltweiten Internetverkehrs laufen. Sie sichern den Betrieb von Banken, sozialen Netzwerken, Cloud-Diensten, internationaler Kommunikation und Finanztransaktionen. Wird ein solches Kabel beschädigt, können ganze Regionen wochen- oder sogar monatelang mit Kommunikationsausfällen konfrontiert sein.

Bisher ging man davon aus, dass die meisten Schäden durch Schiffanker, Fischernetze oder Erdbeben entstehen. Eine neue Studie zeigte jedoch, dass gefährliche Unterwasserströme deutlich häufiger auftreten und Hunderte Kilometer über den Ozeanboden zurücklegen können, wobei sie die Infrastruktur über große Entfernungen zerstören.

Die Untersuchung erscheint vor dem Hintergrund wachsender Sorgen um die Sicherheit unterseeischer Kommunikationsleitungen. In den vergangenen Jahren kam es weltweit zu mehreren viel beachteten Zwischenfällen mit beschädigten Kabeln, und China hat kürzlich ein Gerät getestet, das Unterwasser-Kommunikationsleitungen in einer Tiefe von bis zu 3500 Metern durchtrennen kann. Das löste eine neue Debatte darüber aus, wie gut die globale Internetinfrastruktur geschützt ist.

Faktisch warnen Wissenschaftler: Eine Bedrohung für das weltweite Internet könnten nicht nur Staaten und Saboteure sein, sondern auch die Natur selbst. Und wenn sich die Ergebnisse der Studie bestätigen, müssen Betreiber die Trassen künftiger Kabel neu planen und Milliarden von Dollar in einen zusätzlichen Schutz des Unterwassernetzes investieren.

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