Cyprus, Nicosia

Bekämpfung des Menschenhandels wird an das zyprische Justizministerium übertragen

16.02.2026 / 17:58
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Der parlamentarische Ausschuss für Menschenrechte hat die Initiative unterstützt, die Koordinierung der Bekämpfung des Menschenhandels vom Unterministerium für Migration auf das Ministerium für Justiz und öffentliche Ordnung zu übertragen.

Die Ausschussvorsitzende Irini Charalambidou erklärte, dass alle beteiligten Stellen – die Exekutive, der Juristische Dienst und NGOs – ihre Zustimmung zu diesem Schritt geäußert haben. Auf Initiative der Abgeordneten Rita Superman wurde ein Gesetzentwurf ausgearbeitet, der den Kompetenzübergang vereinfachen soll. Das Dokument soll am kommenden Donnerstag zur Abstimmung im Parlament vorgelegt werden.

Migrations-Unterminister Nikos Ioannidis wies darauf hin, dass Menschenhandel in erster Linie eine Frage der organisierten Kriminalität sei, weshalb es logisch sei, die Koordinierung dem Justizministerium zu übertragen. Er betonte die Bedeutung der behördenübergreifenden Zusammenarbeit.

In der Diskussion wurden die angemessene personelle Ausstattung des Ministeriums, die Ernennung eines zentralen Koordinators und die Stärkung der Rolle der Polizei thematisiert. Vertreter der Strafverfolgungsbehörden berichteten, dass Protokolle zur Identifizierung von Opfern existieren und Mitarbeiter an vorderster Front spezielle Schulungen erhalten.

Die Abgeordneten unterstrichen, dass Menschenhandel kein Migrationsproblem, sondern ein schweres Verbrechen und eine grobe Verletzung der Menschenrechte sei. Es wird erwartet, dass die Übertragung der Zuständigkeiten die Koordinierung der Dienste stärkt, die Effizienz der Ermittlungen erhöht und einen besseren Schutz für die Betroffenen gewährleistet.

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