Vier Kurzfilme über Cyberausbeutung werden im Rahmen von Erasmus+ präsentiert
In diesem Monat finden auf Zypern Vorführungen von vier Kurzfilmen statt, die sich mit Online-Ausbeutung und Menschenhandel befassen. Das Projekt wird im Rahmen des Erasmus+-Programms „Cinema for Social Change“ umgesetzt.
Initiator ist Step Up Stop Slavery, das den Schwerpunkt auf Lernen durch persönliche Erfahrungen und die kreative Beteiligung junger Menschen legt. Die Filme „Break the Silence“, „Destinations“, „In My Room“ und „Not as I Thought“ wurden vom Team Step Up Youth auf Grundlage realer Geschichten erstellt.
Die Organisatoren betonen, dass das Ziel der Initiative nicht nur Information ist, sondern auch jungen Menschen praktische Werkzeuge zum Schutz ihrer selbst und anderer zu vermitteln.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Film „Not as I Thought“, der die Geschichte eines jungen Mannes erzählt, der Opfer von Arbeitsausbeutung wurde. Nach Angaben des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung stiegen die Fälle von Menschenhandel zum Zweck der Zwangsarbeit weltweit von 2019 bis 2022 um 47%. Die Projektautoren weisen darauf hin, dass der Film dazu beiträgt, Stereotype abzubauen, Empathie zu fördern und das tatsächliche Ausmaß des Problems aufzuzeigen.
Eine öffentliche Vorführung des Films „Break the Silence“ findet am 3. März 2026 in Zusammenarbeit mit der Universität Zypern und dem UNESCO-Lehrstuhl für Geschlechtergleichstellung statt. Der Film, der teilweise im zyprischen Dialekt verfasst ist, erzählt die Geschichte eines Jugendlichen, dessen intime Fotos ohne seine Zustimmung verbreitet wurden. Die zentrale Botschaft des Films lautet: Die Verantwortung liegt beim Täter, nicht beim Opfer.
Auch die Polizei Zyperns hat sich der Initiative angeschlossen und die ersten beiden Filme des Projekts anlässlich des Safer Internet Day in ihren sozialen Netzwerken verbreitet.
Das Projekt vereint Schülerinnen und Schüler, Studierende, Migranten sowie Menschen mit eigener Erfahrung von Ausbeutung und wird in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen aus Malta und Lettland umgesetzt. Die Organisatoren hoffen, dass Diskussionen nach den Vorführungen jungen Menschen helfen werden, offen über Probleme zu sprechen und keine Angst zu haben, Hilfe zu suchen.

