Fall um das Leaken intimer Fotos von 12 Frauen auf Zypern verzögert sich erneut
In Larnaka wurde der hochkarätige Fall gegen einen 42-jährigen Mann, der beschuldigt wird, intime Bilder von mindestens 12 Frauen verbreitet zu haben, erneut verschoben. Der Angeklagte wechselte zum zweiten Mal seinen Anwalt, weshalb die Verhandlungen auf den 10. Februar 2026 verlegt wurden, mehr als zweieinhalb Jahre nach Beginn der Ermittlungen.
Die Ermittlungen begannen im Sommer 2023 nach einer Anzeige der ehemaligen Ehefrau, die die Polizei darüber informierte, dass intime Fotos und Videos, die während der Ehe aufgenommen wurden, online erschienen seien. Kurz darauf beschuldigte seine jetzige Ehefrau ihn, Bilder von sich selbst, Verwandten und Bekannten in Telegram- und Instagram-Gruppen veröffentlicht zu haben — viele der Materialien wurden mit den Nacktbildern anderer Personen bearbeitet. Später meldeten sich zehn weitere Frauen bei der Polizei.
Nach Angaben der Ermittlungen erfuhren die Opfer von der Situation, nachdem der Angeklagte versehentlich die Fotos von seinem echten Konto an eine dritte Person geschickt hatte. Der Mann bestreitet die Vorwürfe und sieht sich Anklagen wegen Verbreitung pornografischer Inhalte und Verstößen gegen Gesetze zum Schutz vor Gewalt gegen Frauen gegenüber.
Der Vorsitzende des Gerichts forderte die Parteien auf, das Verfahren zu beschleunigen und weitere Verzögerungen zu vermeiden; der erneute Wechsel des Verteidigers verschob den Prozess jedoch erneut.
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