EU verschärft Regeln für soziale Netzwerke: Mindestalter könnte auf 16 Jahre steigen

In den letzten Monaten haben sich in Europa die Diskussionen über die Risiken verstärkt, denen Kinder im Internet ausgesetzt sind. Dabei geht es um Cybermobbing, sexuelle Ausbeutung und Online-Gewalt.
Im Juli 2025 startete die Europäische Kommission öffentliche Konsultationen zur Vorbereitung einer neuen Gesetzgebung, die den Schutz von Minderjährigen im digitalen Umfeld bis 2026 stärken soll.
Im November stimmte das Europäische Parlament für eine Initiative, das Mindestalter für die Nutzung sozialer Netzwerke EU-weit auf 16 Jahre festzulegen. Ziel ist es, den unkontrollierten Zugang von Kindern zu Online-Plattformen zu begrenzen.
Zu den Vorschlägen gehören:
- Verschärfung der Kontoeinstellungen für Minderjährige;
- Beschränkung von Kontakten zu fremden Erwachsenen;
- Verbot von Downloads und Screenshots von Inhalten, die von Kindern veröffentlicht wurden;
- Zusätzliche Maßnahmen gegen die Verbreitung von Intimmaterialien ohne Zustimmung und Online-Erpressung.
Nach Angaben europäischer Kinderschutzorganisationen nimmt die Zahl der Sexualstraftaten gegen Minderjährige im Internet weiter zu.
Experten betonen, dass die meisten Fälle außerhalb des Sichtfeldes der Strafverfolgungsbehörden bleiben. Kinder merken oft nicht, was passiert, oder haben Angst, Verstöße zu melden. Familien ziehen es oft vor, zu schweigen, was es den Tätern ermöglicht, ihre kriminellen Aktivitäten fortzusetzen.
In einer Reihe untersuchter Fälle in Europa filmten und fotografierten Täter Gewalt, auch gegen Kinder befreundeter Familien, und verbreiteten das Material anschließend in geschlossenen Online-Communities.
Menschenrechtsorganisationen betonen, dass das Problem nicht in den Technologien selbst liegt, sondern im Verhalten der Kriminellen, die digitale Werkzeuge nutzen, um Zugang zu Kindern zu erhalten.
Die Verantwortung für die Sicherheit von Minderjährigen liegt nicht nur bei Schulen und Eltern, sondern auch bei Online-Plattformen, staatlichen Strukturen und der Gesellschaft als Ganzes.
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