Cyprus, Nicosia

Israel richtet Seekorridor über Zypern für die Rückkehr von medizinischem Personal ein

01.03.2026 / 20:18
Nachrichtenkategorie

Das israelische Gesundheitsministerium hat eine Notoperation zur Rückführung von Ärzten und anderem kritischen Gesundheitspersonal eingeleitet, das aufgrund der anhaltenden Eskalation mit dem Iran und der Einstellung des Flugverkehrs wegen Luftraumschließungen im Ausland festsitzt.

Wie die israelische Zeitung Yedioth Ahronoth berichtet, wird für die Operation ein Seekorridor über Zypern genutzt.

Nach Angaben der Zeitung befinden sich etwa 1.300 Beschäftigte des Gesundheitswesens außerhalb Israels, von denen rund 500 als „unverzichtbar“ für die Aufrechterhaltung des Systems eingestuft wurden.

Eine Schlüsselrolle kommt dabei Zypern zu, von wo aus die erste maritime Rückkehrroute startet. Dem Bericht zufolge sollte eine erste Gruppe von 20 Personen von einem zypriotischen Hafen aus auf einem Containerschiff aufbrechen. Die Überfahrt dauert etwa acht Stunden. Für die Passagiere sind Rettungswesten vorgesehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass dies derzeit der einzige offene Kanal für die Rückkehr israelischer Staatsbürger ist.

Das israelische Gesundheitsministerium bezeichnete die Mission als Pilotprojekt. Ziel ist es, die Sicherheit des Verfahrens und die körperliche Bereitschaft der Teilnehmer zu bewerten, bevor das Programm möglicherweise ausgeweitet wird.

Bei erfolgreichem Abschluss der ersten Operation ist für den nächsten Tag eine zweite Entsendung geplant – voraussichtlich für 70 weitere Mitarbeiter.

Parallel dazu werden andere Repatriierungsoptionen für den Fall geprüft, dass der Luftraum geschlossen bleibt. Dazu gehören Flüge in Nachbarländer mit offenen Landgrenzen zu Israel (Jordanien oder Ägypten) und die anschließende Einreise per Bus unter staatlicher Begleitung und Schutz.

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