Jeder vierte Immobilienkäufer auf Zypern ist kein EU-Bürger

Fast ein Viertel aller Immobilientransaktionen auf Zypern wird von Ausländern getätigt, die keine Bürger der Europäischen Union sind. Dies geht aus dem jüngsten Bericht des Generalprüfers der Republik Zypern hervor, der dem Parlamentsausschuss für innere Angelegenheiten vorgelegt wurde.
Laut offiziellen Daten wurden im Jahr 2024 27,4 % der Immobilientransaktionen von Bürgern aus Drittländern abgeschlossen. Von Januar bis Juli 2025 lag der Anteil dieser Käufer bei 26 % aller Transaktionen. Abgeordnete äußerten Besorgnis, dass die tatsächliche Zahl noch höher sein könnte, da Ausländer häufig Immobilien über zyprische juristische Personen erwerben und die Transaktionen formal als inländische Geschäfte registrieren.
Der Bericht weist auf ein stetiges Wachstum der Transaktionen in den letzten Jahren hin:
- 2020 – 873 Käufe,
- 2021 – 1.070,
- 2022 – 1.471,
- 2023 – 2.458,
- 2024 – 2.511 Transaktionen.
Die meisten Immobilien werden von Ausländern im Bezirk Paphos erworben, wobei ein erheblicher Anteil der Käufer aus dem Vereinigten Königreich stammt. In anderen Regionen dominieren Käufer aus China (16 %), dem Libanon (16 %), Russland (14 %) und Israel (10 %).
Parlamentsausschüsse äußerten Bedenken hinsichtlich des Fehlens eines Kontrollmechanismus nach Abschluss der Transaktionen: Der Staat überprüft derzeit nicht, wer tatsächlich Eigentümer der Immobilien ist. Dies birgt das Risiko von Spekulationen und Preissteigerungen, insbesondere in beliebten Küstengebieten.
Die Behörden diskutieren die Möglichkeit, die Gesetzgebung zu verschärfen, um den Einfluss der externen Nachfrage auf den Markt zu begrenzen. Laut Vertretern des Finanzministeriums ist es jedoch „technisch unmöglich“, solche Änderungen bis Ende des Jahres einzuführen, da eine Abstimmung mit europäischen Aufsichtsbehörden und eine Überarbeitung der Investitionsregeln erforderlich sind.
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