Zypern — ein Land des Überflusses: Warum die Inselbewohner zu Exzessen neigen
Auf Zypern sind viele Alltagsgewohnheiten mit Überfluss verbunden: volle Kühlschränke, reich gedeckte Tische, mehrere Autos pro Familie und große Mengen an Haushaltsabfällen. Dabei bleibt dieser Lebensstil oft auch bei sinkendem Einkommen bestehen.
Untersuchungen des soziokulturellen Profils der Insel zeigen, dass Zypern weltweit einen der vorderen Plätze beim Indikator „Unsicherheitsvermeidung“ einnimmt. Das bedeutet, dass Stabilität und ein Gefühl der Sicherheit für die Gesellschaft besonders wichtig sind. Historische Ereignisse, einschließlich Krisen und des Konflikts von 1974, haben die Gewohnheit geprägt, Vorräte anzulegen und sich auf mögliche Schwierigkeiten vorzubereiten.
Dies spiegelt sich auch in der Statistik wider. Zypern hat eine der höchsten Pkw-Dichten in Europa — 661 Autos pro 1.000 Einwohner. Zudem gehört das Land zu den Spitzenreitern bei der Menge an Haushaltsabfällen und Lebensmittelverlusten.
Studien zeigen, dass die Lebensmittelverschwendung auf Zypern die höchste in Europa ist. Dies erklärt sich teilweise durch die Kultur der Gastfreundschaft und großzügige Traditionen bei Tisch.
Gleichzeitig beeinflusst das warme Wetter die Abfallmenge: Im Sommer verderben Lebensmittel schneller, Essensreste werden häufiger weggeworfen und der Hausmüll nimmt zu.
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