Zypern beschleunigt die Beseitigung illegaler Müllkippen, um EU-Sanktionen zu vermeiden

Zypern unternimmt entschlossene Schritte, um das Problem illegaler Abfalldeponien (ΧΑΔΑ) endgültig zu lösen und einen langjährigen Verstoß gegen das EU-Umweltrecht zu beenden. Nach der erfolgreichen Rekultivierung von 52 solchen Standorten in Paphos, Larnaka und Famagusta verlagert sich der Schwerpunkt der Arbeiten nun nach Nikosia und Limassol — Regionen, in denen die Lage weiterhin besonders schwierig ist.
Insgesamt wurden auf der Insel 123 illegale Deponien identifiziert. Bis heute sind alle bis auf die zwei größten — Kotsiatis (Nikosia) und Vati (Limassol) — geschlossen, die zwar 2019 die Annahme von Abfällen eingestellt haben, aber noch nicht vollständig saniert sind. Die Europäische Kommission hat Zypern bereits wegen der Nichtumsetzung der Entscheidung von 2013 vor den Gerichtshof der EU verwiesen und vor möglichen finanziellen Sanktionen gewarnt.
Nach dem Plan des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt sollen weitere 71 Standorte rekultiviert werden:
• 24 — in Nikosia (Abschlussfrist — Frühjahr 2026)
• 47 — in Limassol (ein Teil der Arbeiten — bis 2027, Vati — bis 2028–2029)
Das Gesamtbudget des Programms beträgt 70,8 Mio. Euro und wird im Rahmen des EU-Programms „THALEIA“ finanziert. Die Behörden betonen, dass die Einhaltung der Fristen von entscheidender Bedeutung ist, damit Zypern nicht länger zu den Schlusslichtern der EU im Bereich Abfallmanagement zählt und neue Geldstrafen vermeidet.
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