Ministerin: 2026 Einführung von Sozialarbeiterdiensten an Schulen auf Zypern und Stärkung der Kompetenzvermittlung
Die zyprische Ministerin für Bildung, Sport und Jugend, Athena Michaelidou, teilte der Zyprischen Nachrichtenagentur (CNA) am 26. Januar 2026 mit, dass zu den Prioritäten des Ministeriums für 2026 der Übergang zu kompetenzorientiertem Lernen sowie die pilotweise Einführung von Sozialarbeiterdiensten an einigen Schulen gehören.
Zu den Prioritäten zählen außerdem der Abschluss der Liste für Lehrerernennungen, Fragen der Sonderpädagogik sowie die Ausarbeitung eines geänderten Gesetzentwurfs, der auf einen Übergang zu einem einheitlichen und inklusiveren Bildungssystem abzielt. Die Ministerin erklärte, dass sich die Konsultationen zur Sonderpädagogik in einem fortgeschrittenen Stadium befinden und in Kürze ein modifizierter Gesetzentwurf vorgelegt werden soll.
Nach Angaben der Ministerin werden Psychologen und Sozialarbeiter künftig gemeinsam an Schulen tätig sein, um Gewalt und Delinquenz zu reduzieren und die psychische Widerstandsfähigkeit von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften zu stärken. Für Lehrkräfte wurden Protokolle und Leitlinien zum Umgang mit Gewalt und Straftaten vorbereitet; die Materialien werden den Schulen in gedruckter und elektronischer Form zur Verfügung gestellt. Die Rolle des Schulberaters und des verantwortlichen Klassenlehrers wird gestärkt; der Einsatz von Kameras und Sicherheitspersonal wird an einigen weiterführenden Schulen fortgesetzt.
Ebenfalls 2026 wird die „Arbeitswoche“ für Schülerinnen und Schüler weiterentwickelt: In der zweiten Klasse des Lyzeums absolvieren die Schülerinnen und Schüler ab März–April drei Tage pro Woche praktische Einsätze in ausgewählten Betrieben unter Aufsicht der Schule und mit Zustimmung der Eltern; an den übrigen Tagen finden Treffen und Präsentationen von Vertretern des Arbeitsmarktes statt. Pilotprogramme zur Berufsorientierung wurden bereits ab der Grundschule in 16 Bildungseinrichtungen eingeführt.
Die Ministerin betonte zudem, dass der Grundsatz der Gleichbehandlung und des Respekts gegenüber Menschen mit Behinderungen bekräftigt wird und jede Form von Diskriminierung verurteilt wird.

