Gesundheitsministerium Zyperns warnt Ärzte vor West-Nil-Virus-Risiko
Das Gesundheitsministerium Zyperns hat die Ärzte aufgefordert, ihre Aufmerksamkeit für mögliche Fälle des West-Nil-Virus angesichts der Phase erhöhter Mückenaktivität zu verstärken.
Ein entsprechender Hinweis wurde den medizinischen Fachkräften über das Informationssystem der Krankenversicherungsorganisation übermittelt. Die Behörde erinnerte daran, dass eine Infektion mit diesem Virus eine meldepflichtige Krankheit ist, weshalb alle verdächtigen oder bestätigten Fälle der Abteilung für epidemiologische Überwachung gemeldet werden müssen.
Das Virus wird hauptsächlich durch Stiche infizierter Mücken der Gattung Culex übertragen, die sich in der Regel bei Wildvögeln anstecken. Die meisten Fälle werden üblicherweise im Sommer und Herbst verzeichnet, wenn die Aktivität der Insekten zunimmt.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums zeigen etwa 75–80 % der Infizierten keine Symptome. Bei den übrigen können Fieber, Kopfschmerzen, Schwäche, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schüttelfrost und andere Symptome auftreten.
Die laborchemische Bestätigung der Infektion erfolgt im Allgemeinen Krankenhaus von Nikosia und im Institut für Neurologie und Genetik Zyperns.
Das Ministerium betonte, dass die rechtzeitige Erkennung und Registrierung von Fällen für die Bewertung der epidemiologischen Situation und die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung der Krankheit unerlässlich sind.
Sie könnten auch interessiert sein an:
- Verdächtige nach Brandstiftungsserie in Paphos festgenommen
- Evakuierungen in Germasogeia: Behörden räumen baufällige Häuser nach Tragödie
- Zyperns Banken bewerten wirtschaftliche Risiken: Von Wachstum bis zu möglichem Abschwung
- Touristenströme nach Zypern sinken um 30 % vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen

