Massenvimpfung von Vieh auf Zypern nach Maul- und Klauenseuche-Ausbruch
Die Behörden der Republik Zypern haben Pläne zur Impfung von Tausenden Ziegen, Schafen, Schweinen und Kühen angekündigt, um einen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) einzudämmen. Die Krankheit bedroht die Halloumi-Exporte und wird bereits zur Keulung von mindestens 13.000 Tieren führen.
Landwirtschafts- und Umweltministerin Maria Panayiotou teilte mit, dass Experten der Europäischen Union im Land eingetroffen sind, um die erste Phase der Impfung zu überwachen. Diese wird in Betrieben in einem Umkreis von drei Kilometern um das Epizentrum des Ausbruchs durchgeführt.
Derzeit wurde die Krankheit in 11 Betrieben in vier Gemeinden nahe der Südküste der Insel bestätigt. In der Sperrzone wurden verstärkte Maßnahmen eingeführt: Fahrzeuge werden bei der Einfahrt desinfiziert, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die Fieber und Geschwüre im Maul verursacht, die Milchproduktion drastisch senkt und die Tiere schwächt.
„Die strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen ist ein wichtiges Instrument zur Eindämmung des Virus“, betonte Panayiotou. Auch private Tierärzte wurden für die Impfaktion herangezogen.
Eine erste Charge von 10.000 Impfdosen, die aus dem nördlichen Teil der Insel übermittelt wurde, wird in der Anfangsphase verwendet. Zudem wird eine Lieferung von über einer halben Million Dosen europäischer Hersteller erwartet.

