Auf Zypern soll außerhalb von Nikosia ein neues Gefängnis gebaut werden

Justizminister Kostas Fitiris kündigte Pläne zum Bau eines neuen Gefängnisses außerhalb der Hauptstadt im Rahmen einer Reform des Strafvollzugssystems an. Ihm zufolge wurde das Grundstück für den neuen Komplex bereits festgelegt, und das Projekt soll eine Alternative zur Erweiterung der Zentralgefängnisse von Nikosia darstellen, von der die Behörden Abstand genommen haben.
Als Gründe für diese Entscheidung werden die Überlastung des bestehenden Gefängnisses sowie die begrenzten Möglichkeiten seiner Modernisierung innerhalb des Stadtgebiets genannt. Der Bau einer neuen Justizvollzugsanstalt sei nach Ansicht des Ministeriums eine effizientere und modernere Lösung.
Parallel dazu startet der Staat ein umfassendes Reformpaket in den Zentralgefängnissen. Geplant sind unter anderem:
- die Einstellung von 90 neuen Bediensteten des Strafvollzugs mit verpflichtender Ausbildung;
- die Wiederaufnahme des Betriebs und die Modernisierung der Schule für Justizvollzugsbeamte;
- die Ernennung eines neuen Anstaltsleiters;
- die Einführung einer Personalrotation;
- die Installation eines unabhängigen Videoüberwachungssystems;
- die Stärkung der medizinischen und psychosozialen Betreuung für Insassen und Personal.
Darüber hinaus beabsichtigen die Behörden, die Überbelegung der Gefängnisse zu verringern, unter anderem durch eine Überprüfung der Praxis der Inhaftierung wegen geringfügiger Straftaten in Zusammenarbeit mit dem juristischen Dienst.
Fitiris betonte, dass das Ziel der Reformen nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Rehabilitation und die Wiedereingliederung der Menschen in die Gesellschaft sei, und versprach, die regelmäßigen Besuche in den Justizvollzugsanstalten fortzusetzen.
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