Cyprus, Nicosia

Zypern warnt vor möglichem Fleischmangel vor Ostern wegen Maul- und Klauenseuche

18.03.2026 / 14:59
Nachrichtenkategorie

Die Situation bezüglich der Maul- und Klauenseuche auf Zypern bleibt angespannt und beeinflusst bereits den Fleischmarkt im Vorfeld von Ostern. Branchenvertreter warnen vor einem Versorgungsengpass, insbesondere bei Lamm- und Ziegenfleisch.

Der Leiter der Metzgerinnung, Costas Leivadiotis, bezeichnete die aktuellen Vorkommnisse als beispiellos. Ihm zufolge befindet sich der Markt derzeit in einem Zustand der Ungewissheit, und die Erzeuger stehen vor ernsten Schwierigkeiten.

Eines der Hauptprobleme bleibt der Informationsmangel für die Landwirte. Gleichzeitig ergeben sich Schwierigkeiten in der Logistik: Transport und Schlachtung der Tiere erfolgen unter eingeschränkten Bedingungen. Auf Zypern sind nur zwei große und ein kleiner Schlachthof in Betrieb, was das System zusätzlich belastet und die Lieferungen beeinträchtigt.

Experten weisen darauf hin, dass es nicht nur um die Verfügbarkeit der Tiere geht, sondern auch darum, ob diese rechtzeitig verarbeitet und auf den Markt gebracht werden können.

Gleichzeitig wird erwartet, dass die Schweinefleischpreise stabil bleiben – es wurde bereits die Entscheidung getroffen, rund 300.000 Tiere massenhaft zu schlachten, um die Situation zu stabilisieren.

Die Behörden warnen zudem, dass die Epidemie nicht nur das Angebot, sondern auch die Nachfrage beeinflussen könnte. Angesichts der Unsicherheit könnten einige Verbraucher auf alternative Produkte, insbesondere Geflügel, umsteigen. Die Bestände an Geflügelfleisch werden bereits analysiert, um mögliche Preisänderungen vorherzusagen.

Darüber hinaus beobachten Experten die Situation bei Milchprodukten, da Störungen in der Viehhaltung die gesamte Lieferkette beeinträchtigen könnten.

Steigende Kraftstoffpreise setzen den Markt ebenfalls unter Druck und erhöhen die Produktionskosten.

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