Cyprus, Nicosia

Entsalzungsanlagen auf Zypern wegen Stromausfällen vorübergehend außer Betrieb

09.02.2026 / 20:53
Nachrichtenkategorie

Am 8. Februar kam es auf Zypern aufgrund von Problemen mit der Stromversorgung zu einer vorübergehenden Reduzierung der Trinkwasserproduktion, die Entsalzungsanlagen in den Gebieten Vasilikos und Larnaka betraf. Ein Teil der Anlagen wurde am Wochenende abgeschaltet, ernsthafte Versorgungsengpässe konnten jedoch vermieden werden.

Nach Angaben der Behörden ist die Anlage in Vasilikos bereits wieder voll einsatzbereit. In Larnaka dauern die Wiederherstellungsarbeiten an, eine Wiederanbindung der Anlage an das System wird in Kürze erwartet.

Aufgrund der verringerten Entsalzungsvolumina entschied die Wasserbehörde, die Wasserversorgung in entlegenen Gebieten vorübergehend zu reduzieren. Bis zur vollständigen Wiederherstellung der Larnaka-Anlage werden diese Gebiete von den Anlagen in Tersefanou und Kornos sowie der Entsalzungsanlage in Dekelia versorgt. Die Arbeiten an den beschädigten Abschnitten dauern an.

Die Abwesenheit von Wasserknappheit in Nikosia, Larnaka und der Region Famagusta wird von den Behörden auf die in den letzten Jahren erhöhten Wasserreserven zurückgeführt.

Derzeitige Trinkwasservorräte:

  • Nikosia — etwa 87.750 Kubikmeter,
  • Larnaka — rund 22.000 Kubikmeter,
  • Paralimni- und Ayia-Napa-Gebiete — etwa 15.000 Kubikmeter.

In der Hauptstadt spielten die neuen Reservoirs „Clio“ und „Erato“, die letzten Monat in Betrieb genommen wurden, eine Schlüsselrolle. Ihre Gesamtkapazität ermöglicht die Versorgung der Stadt über anderthalb Tage selbst bei vollständiger Unterbrechung der Wasserzufuhr. In Larnaka haben die neuen Reservoirs im Gebiet Klavdia die Kapazität des Systems praktisch verdoppelt und eine stabile Wasserversorgung gewährleistet.

Trotzdem haben das Wasserentwicklungsamt und die EOA die Einwohner aufgefordert, Wasser sparsam zu verwenden, bis alle Entsalzungsanlagen wieder voll funktionsfähig sind.

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