Zahl der Angriffe auf medizinisches Personal in Krankenhäusern auf Zypern steigt
Auf Zypern häufen sich Fälle von Gewalt gegen Krankenschwestern und anderes medizinisches Personal. Dies erklärte Prodromos Argyridis, Vertreter der Krankenschwester-Gewerkschaft Pasydy.
Ihm zufolge ereignen sich etwa alle zwei bis drei Monate neue Vorfälle in den Notaufnahmen, bei denen Krankenhausmitarbeiter angegriffen werden.
Argyridis wies darauf hin, dass die Mediziner ernsthaft besorgt über die Situation sind und befürchten, dass die Gewalttaten ohne eine Lösung des Problems noch schwerwiegender werden könnten.
Gewerkschaftsvertreter haben sich bereits an die Polizei gewandt mit der Bitte, die Kontrollen und die Präsenz von Ordnungskräften in Krankenhäusern zu verstärken. Obwohl in den letzten Monaten Gesetze mit härteren Strafen für Angriffe auf medizinisches Personal verabschiedet wurden, hat sich die Situation laut Gewerkschaft bisher nicht geändert.
Derzeit arbeiten etwa 200 Krankenschwestern in Notaufnahmen auf der ganzen Insel und leisten täglich Hilfe für Patienten.
Das Problem der Gewalt gegen medizinisches Personal wird auf Zypern bereits seit mehreren Jahren diskutiert. Im Jahr 2024 führten medizinische Fachkräfte nach einem Angriff eines Patienten auf Ärzte und Krankenschwestern im Krankenhaus von Nikosia sogar einen zweistündigen Streik durch, um verstärkte Sicherheitsmaßnahmen zu fordern.

