Zypern genehmigt neue Strategie zur Integration von Migranten

Die Regierung Zyperns hat eine neue nationale Strategie zur Integration von Migranten genehmigt, die auf die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der wirtschaftlichen Stabilität des Landes abzielt. Das Dokument wurde am 4. Februar 2026 auf Vorschlag des Stellvertretenden Ministeriums für Migration und internationalen Schutz verabschiedet.
Wie es in der offiziellen Erklärung heißt, soll die Strategie langjährige Koordinationsprobleme beheben und ein klares, messbares Integrationssystem sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für Migranten schaffen. Die Behörden betonen, dass Integration als ein zweiseitiger Prozess verstanden wird, der auf gegenseitigem Respekt, Verantwortung und aktiver Beteiligung beruht.
Im Mittelpunkt der Strategie stehen Kenntnisse der griechischen Sprache, legale Beschäftigung und ein Verständnis der institutionellen Strukturen des Staates. Diese Elemente werden als zentrale Voraussetzungen für die Integration genannt:
Das Dokument stützt sich auf vier Hauptsäulen:
- Sozioökonomische Integration — Erlernen der griechischen Sprache, Zugang zum Arbeitsmarkt, zu Bildung, Kompetenzentwicklung und sozialen Dienstleistungen;
- Öffentlichkeitsarbeit — Bekämpfung von Stereotypen und Steigerung des öffentlichen Bewusstseins für Migration;
- Zugang zur Gesundheitsversorgung — Gewährleistung klarer und gleicher Zugangswege zur medizinischen Versorgung;
- Politische Abstimmung — Anpassung der Gesetzgebung und staatlicher Praktiken zur wirksamen Umsetzung der Maßnahmen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt in der Strategie den Lebensbedingungen des Alltags: Wohnen, Mobilität, Gesundheitsversorgung sowie der Teilnahme von Migranten am kulturellen und sportlichen Leben. Ein eigenes Ziel ist der Kampf gegen die sogenannte „Ghettoisierung“ — die übermäßige Konzentration von Ausländern in bestimmten städtischen und ländlichen Gebieten.
Zur Überwachung der Umsetzung der Strategie werden Leistungskennzahlen (KPIs) und standardisierte Berichte eingesetzt. Zudem wird ein Beratungsausschuss unter dem Vorsitz des Generaldirektors des Stellvertretenden Migrationsministeriums eingerichtet. Ihm werden Vertreter unabhängiger Institutionen, der Wissenschaft, internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft angehören.
Das Ministerium betonte, dass „eine gut organisierte Integration eine Investition in das Humankapital des Landes ist“, die es Menschen, die legal in Zypern leben und arbeiten, ermöglicht, einen vollen Beitrag zur Wirtschaft und zum gesellschaftlichen Leben zu leisten.
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