Zypern führt neue Meeresschutzregeln mit Bußgeldern bis zu 20.000 € ein
Zypern führt neue Regeln zum Schutz der Meeresumwelt ein: Bußgelder bis zu 20.000 € und Gefängnis
In Zypern sind am 20. März 2026 neue Regeln zum Schutz der Meeresumwelt in Kraft getreten. Daran erinnerte das Ministerium für Fischerei und Meeresforschung.
Die Gesetzesänderungen wurden vom Parlament verabschiedet und im offiziellen Amtsblatt veröffentlicht, woraufhin sie sofort wirksam wurden. Die neuen Regeln legen strenge Verbote sowohl für normale Bürger als auch für professionelle Meeresnutzer fest.
Gemäß der Verordnung wurden Delfine, Wale und der Europäische Aal in die Liste der streng geschützten Arten aufgenommen. Es ist nun verboten, sie zu stören, zu füttern oder Handlungen vorzunehmen, die ihr natürliches Verhalten beeinflussen könnten, einschließlich Fortbewegung, Fortpflanzung oder Ruhephasen.
In Bezug auf Meeresschildkröten ist es verboten, ihre Nester und Eier zu zerstören oder zu versetzen sowie Schutzkäfige und Warnschilder zu berühren. Darüber hinaus ist das Befahren von Stränden, an denen Schildkröten ihre Eier ablegen, mit Autos verboten.
Am Strand von Limni ist es vom 15. Mai bis zum 30. September verboten, Liegestühle, Sonnenschirme, Wohnwagen, Zelte und andere ähnliche Konstruktionen aufzustellen.
In der Meereszone Polis — Gialia ist es in Tiefen bis zu 10 Metern verboten, mit Motorbooten zu fahren oder zu ankern. Eine Ausnahme gilt nur für kleine Küstenfischereifahrzeuge.
Der Zugang zu Meereshöhlen, in denen die Mittelmeer-Mönchsrobbe lebt, ist nur mit einer Sondergenehmigung des Abteilungsleiters möglich.
Die neuen Regeln verbieten zudem das Einleiten jeglicher Abfälle ins Meer, sowohl vom Land als auch von Schiffen aus, vollständig.
Die Behörden betonen, dass die Maßnahmen darauf abzielen, den Schutz der Meeresarten und empfindlicher Naturzonen zu verstärken. Zuwiderhandelnden drohen Bußgelder von bis zu 20.000 Euro und eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

