Cyprus, Nicosia

In Zypern Wurde Über Ein Mögliches Schema Zur Ausfuhr Von Katzen Ins Ausland Berichtet

12.02.2026 / 18:55
Nachrichtenkategorie

Eine Welle von Katzenverschwinden auf ganz Zypern sorgt bei Tierschützern für große Besorgnis. Ihren Angaben zufolge handelt es sich möglicherweise nicht um Einzelfälle, sondern um ein organisiertes System zum Einfangen von Tieren mit anschließendem Verkauf ins Ausland.

Eine Freiwillige, Maria Kyriakou, berichtete über einen Vorfall, der sich angeblich am 22. Januar in Nikosia ereignete. Ihren Angaben zufolge fing eine Frau gewaltsam sterilisierte Straßenkatzen ein, um die sich Freiwillige seit mehr als sieben Jahren kümmerten. Der Vorfall soll von Überwachungskameras aufgezeichnet worden sein. Die Freiwilligen wandten sich an die Polizei, doch nach eigenen Aussagen fiel die Reaktion der Behörden unzureichend aus.

Nach Angaben von Tierschützern werden ähnliche Fälle auch in anderen Teilen der Insel registriert. Sie vermuten, dass die Tiere in EU-Länder, insbesondere nach Deutschland und in das Vereinigte Königreich, gebracht werden, wobei für sie tierärztliche Dokumente und Pässe ausgestellt werden.

Charalambos Theopemptou, Abgeordneter der Grünen und Vorsitzender des parlamentarischen Umweltausschusses, betonte, dass sterilisierte Katzen leicht erkennbar seien und daher ein leichtes Ziel darstellen könnten. Er unterstrich die Notwendigkeit einer gründlicheren Untersuchung sowie der Überprüfung möglicher Kanäle für die Ausfuhr von Tieren ins Ausland.

Eine offizielle Bestätigung für das Bestehen eines organisierten Systems liegt derzeit nicht vor, jedoch fordern Tierschutzorganisationen eine umfassende Prüfung aller gemeldeten Fälle von Tierverlusten.

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