Zyprisches Parlament stimmt am 2. April über Beschränkung des Landkaufs durch Ausländer ab
Am 2. April wird das zyprische Parlament über einen Gesetzentwurf zur Beschränkung des Erwerbs von Land durch Ausländer abstimmen. Das Dokument wurde vom Vorsitzenden der AKEL-Partei, Stefanos Stefanou, vorbereitet. Ziel der Initiative ist es, den unkontrollierten Verkauf von Immobilien auf der Insel einzudämmen.

Der Gesetzentwurf sieht ein Verbot des Kaufs, der Übertragung und des Erwerbs von Forst- und Agrarflächen sowie von Grundstücken in der Nähe von Häfen, Flughäfen, militärischen Einrichtungen, Stränden und Gebieten an der „Grünen Linie“ durch Ausländer vor. Die Beschränkungen betreffen vor allem große Grundstücke, während kleinere Besitztümer wie Wohnhäuser und Geschäfte vom Gesetz unberührt bleiben.
Laut Aristos Damianou, dem Vorsitzenden des parlamentarischen Innenausschusses, wird das Gesetz auch Abtretungsverträge betreffen, die oft mit mangelnder Transparenz durchgeführt werden. Abgeschlossene Geschäfte und bereits registrierte Transaktionen sind nicht betroffen. Als zusätzliche Bedingung wird vorgeschlagen, Land nur an Ausländer zu verkaufen, die seit mindestens fünf Jahren auf Zypern leben, was mit dem Kampf gegen den Missbrauch des „Goldenen Pass“-Programms zusammenhängt.
Damianou wies darauf hin, dass die Aktivitäten ausländischer Käufer die Immobilienpreise insbesondere in den Stadtzentren erheblich in die Höhe getrieben und eine „Blase“ auf dem Markt geschaffen haben. In Zypern leben etwa 24,8 % ausländische Staatsbürger, womit die Insel nach Luxemburg und Malta an dritter Stelle in der EU steht. Das Gesetz könnte auch die Anzahl der Grundstücke pro ausländischem Käufer begrenzen und Zeitabstände zwischen den Käufen einführen.
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