Überfüllung des Zentralgefängnisses behindert neue Festnahmen

Die gravierende Überfüllung des Zentralgefängnisses von Nikosia hat die Behörden gezwungen, Häftlinge in polizeilichen Gewahrsamszellen unterzubringen. Die Situation hat bereits begonnen, neue Festnahmen zu erschweren, da auch die vorübergehenden Arrestzellen in den Polizeistationen überfüllt sind.
Das Gefängnis, das für etwa 700 Personen ausgelegt ist, beherbergt derzeit 1.164 Insassen. Trotz wöchentlicher präsidialer Begnadigungen, bei denen jeweils etwa 10 Personen entlassen werden, steigt die Zahl der Gefangenen weiter an.
Laut Zeitungsberichten werden derzeit etwa 50 Häftlinge wegen Platzmangels im Gefängnis in Polizeistationen festgehalten. Dies stellt die Polizei vor zusätzliche Herausforderungen – in einigen Fällen werden Festnahmen verschoben oder gar nicht erst durchgeführt, da keine freien Plätze für die Unterbringung der Festgenommenen vorhanden sind.
Das Justizministerium prüft die vorzeitige Entlassung von 130 Häftlingen, die ursprünglich Ende des Jahres freikommen sollten. Die meisten von ihnen sind ausländische Staatsbürger, die wegen Verstößen gegen das Migrationsrecht verurteilt wurden.
Langfristig haben die Behörden den Bau eines neuen Gefängnisses mit 1.200 Plätzen genehmigt. Doch wie das Blatt warnt, könnte selbst dies ohne zusätzliche Maßnahmen und Reformen bereits in fünf Jahren nicht mehr ausreichen.
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