Steigende Medikamentenzuzahlungen im GHS lösen Welle der Unzufriedenheit aus
Jüngste Änderungen im System der Medikamentenzuzahlungen im Rahmen des GHS haben zu einem spürbaren Anstieg der Patientenausgaben geführt, insbesondere bei Rentnern. Patientenorganisationen, Ärzte und Gewerkschaften beklagen eine erhebliche finanzielle Belastung, und die Krankenversicherungsorganisation (HIO) hat bereits Konsultationen mit Pharmaunternehmen aufgenommen, um Lösungen zu finden.
Vertreter von Rentnerorganisationen berichten, dass die Zuzahlungen für moderne Antikoagulanzien besonders stark gestiegen sind – in Einzelfällen auf 20 Euro oder mehr pro Monat statt der bisherigen Null-Zuzahlung. Insgesamt könnten etwa 10.000 Patienten von den Änderungen betroffen sein. Die Beschwerden betreffen auch andere Medikamente zur Langzeitbehandlung chronischer Krankheiten.
Die HIO erklärt den Anstieg mit dem Auslaufen von Patenten für Originalpräparate und dem Preisverfall nach der Einführung von Generika. Diese Änderungen beeinflussten den Berechnungsmechanismus für Zuzahlungen innerhalb therapeutischer Kategorien. Die Organisation prüft eine Anpassung der Berechnungsformel und eine teilweise Kostenübernahme.
Die Föderation der Patientenorganisationen (OSAK) betont, dass Patienten ihre Behandlung nicht aus wirtschaftlichen Gründen ändern sollten. Die Wahl des Medikaments müsse ausschließlich auf medizinischen Indikationen beruhen.

