Medien: Drohnenangriff auf die Basis RAF Akrotiri könnte über Google Maps gesteuert worden sein
Die Angreifer, die eine Drohne auf den britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri auf Zypern abgefeuert haben, könnten Google Maps zur Zielauswahl genutzt haben. Dies berichtet die britische Zeitung The Times.
Dem Blatt zufolge wird vermutet, dass die Drohne von der Hisbollah-Gruppe aus dem Libanon gestartet wurde und auf amerikanische U-2-Aufklärungsflugzeuge gerichtet war, die sich auf dem Stützpunkt befanden. Diese Flugzeuge waren auf öffentlich zugänglichen Satellitenbildern zu sehen.
Militärische Quellen gaben an, dass die Präzision des Schlages besorgniserregend sei, es sich jedoch wahrscheinlich nicht um eine komplexe Geheimdienstoperation handele. Laut einer Quelle könnten sich die Täter an offenen Karten und GPS orientiert haben.
Auf im Internet verfügbaren Satellitenbildern sind zwei U-2-Flugzeuge zu sehen, die neben dem Hangar geparkt sind, der Berichten zufolge Ziel des Angriffs war.
Experten weisen darauf hin, dass Dienste wie Google Maps auf Anfrage von Regierungen Bilder sensibler Objekte verpixeln oder verbergen können, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren die Flugzeuge jedoch noch auf der Karte sichtbar.
Der ehemalige Offizier der britischen Armee, Justin Crump, erklärte, dass die Verfügbarkeit solcher Bilder die Lenkung der Drohne zum Ziel erheblich hätte erleichtern können. Er merkte an, dass die Nutzung offener Satellitenkarten für Angriffe bereits zuvor in verschiedenen Konflikten vorgekommen sei.
Zuvor wurde auch berichtet, dass in der Drohne das russische Navigationssystem Kometa-B verwendet worden sein könnte, das zuvor in Drohnen gefunden wurde, die im Krieg in der Ukraine eingesetzt wurden.
Der Chef der britischen Streitkräfte, Tony Radakin, bestätigte, dass der Angriff auf den Stützpunkt auf Zypern vom Libanon aus durch eine mit dem Iran verbundene Gruppe durchgeführt wurde.
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