Mennoge-Zentrum vorübergehend in ein Gefängnis für erwachsene Häftlinge umgewandelt

Die Behörden der Republik Zypern haben beschlossen, das Mennoge-Zentrum vorübergehend als Gefängnis für erwachsene Insassen zu nutzen. Laut Angaben des Sprechers des Justizministeriums, Fitiris, gegenüber der Zeitung Phileleftheros hängt dies mit der geringen Anzahl von jugendlichen Straftätern zusammen – derzeit zwischen 15 und 20 Personen.
Er erklärte, dass die Nutzung einer großen Einrichtung mit 128 Plätzen ausschließlich für Jugendliche als ineffizient angesehen wird. Ursprünglich war die Einrichtung in Mennoge für die Unterbringung illegaler Migranten und jugendlicher Straftäter vorgesehen, doch nun wird sie vorübergehend als Gefängnis für Erwachsene betrieben, bis der Bau einer neuen dauerhaften Justizeinrichtung abgeschlossen ist.
Für jugendliche Straftäter wurde eine separate, kompaktere Einrichtung innerhalb des Zentralgefängnisses, jedoch außerhalb des Hauptsicherheitsbereichs, gefunden. Dies ermöglicht die Isolierung der Jugendlichen von erwachsenen Insassen und die Einhaltung der Anforderungen des Europarats-Ausschusses zur Verhütung von Folter.
Die Verlegung der Jugendlichen wird auch den sogenannten „Special 8“-Block freimachen, in dem derzeit Insassen unter 21 Jahren untergebracht sind, was das überfüllte Gefängnis teilweise entlastet.
Das Justizministerium wies darauf hin, dass die Schaffung separater Einrichtungen für Jugendliche bereits vor über einem Jahr abgeschlossen sein sollte, Verzögerungen beim Projekt Limnes verhinderten jedoch eine frühere Umsetzung. Nach Abschluss der ersten Phase von Limnes werden die derzeit in Mennoge untergebrachten Migranten verlegt, und die Einrichtung wird erwachsene Verurteilte aufnehmen.
Darüber hinaus hat der Minister die Beschleunigung der Abschiebung von Ausländern, die sich ohne Aufenthaltsgenehmigung im Land aufhalten, angeordnet. Nach den neuen Regeln werden diese Personen maximal vier Tage in Polizeizellen festgehalten, bevor sie abgeschoben werden, um die Belastung des Strafvollzugssystems und die Staatsausgaben zu verringern.
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