Nikosia: 28-Jähriger erhält 3 Jahre Haft wegen einer Serie von Überfällen auf Kioske

Das Bezirksgericht Nikosia verurteilte einen 28-jährigen Mann zu drei Jahren Haft wegen eines vollendeten und drei gescheiterten Raubüberfällen auf Kioske im Gebiet Strovolos. Der Angeklagte handelte unter Drogeneinfluss und bedrohte die Verkäufer mit einem Küchenmesser. Tatsächlich erbeutete er nur 20 Euro — in den übrigen Fällen ging er leer aus, obwohl er auf keinen ernsthaften Widerstand stieß.
Der Mann gestand seine Schuld in fünf Anklagepunkten: drei versuchte Raubüberfälle, ein vollendeter Raub sowie illegaler Waffenbesitz (ein Messer). Laut Urteil betrat er die Kioske ohne Maske oder sonstige Gesichtsbedeckung, zeigte das Messer und verlangte Geld.
Das Gericht berücksichtigte mildernde Umstände: keine Vorstrafen, eine schwierige Kindheit und das Aufwachsen in einer Pflegefamilie, der Tod beider Eltern, finanzielle Not sowie psychische Instabilität und langjähriger Drogenkonsum, die sein Verhalten beeinflussten. Dennoch betonte der Richter, dass die Schwere der Taten und die Notwendigkeit der Abschreckung keine mildere Strafe zuließen.
Für den vollendeten Raub erhielt er eine Strafe von 3 Jahren, für die Versuche 2,5 Jahre. Da die Strafen gleichzeitig (parallel) verhängt wurden, beträgt das Gesamtstrafmaß drei Jahre Haft.
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