Cyprus, Nicosia

In Nikosia soll das Messegelände für €50 Mio. in einen Stadtpark umgewandelt werden

13.02.2026 / 10:41
Nachrichtenkategorie

Die Stadtverwaltung von Nikosia hat einen vorläufigen Plan zur Umgestaltung des Staatsmessegeländes vorgestellt. Nach Einschätzung von Bürgermeister Charalambos Pruntzos könnte das Gesamtbudget des Projekts rund €50 Mio. betragen, wovon €25 Mio. für die Renovierung von acht Ausstellungspavillons benötigt werden, die von ursprünglich 55 erhalten bleiben sollen.

Nach dem Konzept wird die Bebauung nur 10% der 240.000 Quadratmeter einnehmen, während der Rest in einen Stadtpark umgewandelt wird. Das Projekt sieht die Schaffung von zwei Rückhaltebecken vor, die auch zur Bewässerung der Grünflächen genutzt werden. Eine Radwegverbindung zum Bezirk Ayios Dometios ist ebenfalls vorgesehen — die Finanzierung für diesen Abschnitt ist bereits gesichert.

Der Bürgermeister betonte, dass die angegebenen Zahlen vorläufig sind. Die Untersuchung des Messegeländes und des angrenzenden SOPAZ-Geländes ist bereits abgeschlossen, endgültige Entscheidungen werden in Kürze erwartet. Für die Entwicklung des architektonischen Konzepts des Parks plant die Stadtverwaltung einen Wettbewerb gemeinsam mit der Wissenschaftlich-Technischen Kammer Zyperns (ETEK) auszuschreiben.

Die Stadtbehörden lehnten die Regierungsinitiative ab, die Makidonas- und Iroon-Avenues durch Wohngebiete zu verbinden. Laut Pruntzos macht die Erweiterung der Lefkoteos Avenue für den Busverkehr den Bau einer parallelen Straße überflüssig. Er betonte auch, dass die Makarios Avenue ihren Status als Wohnstraße behalten sollte und nicht zu einer Hauptverkehrsstraße werden darf.

Zu den Nutzungsideen gehören die Schaffung eines Museums für zeitgenössische Kunst und eventuell die Erhaltung des griechischen Pavillons. Endgültige Entscheidungen über die funktionale Nutzung werden jedoch später getroffen.

Parallel dazu beantragte die Stadtverwaltung beim Staat €2 Mio. für temporäre Landschaftsbauarbeiten — Reinigung des Geländes, Reparatur der Stromnetze und Instandsetzung der Pavillons vor der Genehmigung des endgültigen Plans. Auch die langfristige Perspektive eines Ausstellungs- und Kongresszentrums von etwa 15.000 Quadratmetern im SOPAZ-Gebiet unter Beteiligung privater Investoren wird geprüft.

Die Zukunft des Geländes hat eine aktive Diskussion ausgelöst. Organisierte Anwohner des Bezirks Engomi bestehen darauf, dass das Gelände ausschließlich als Stadtpark genutzt werden sollte. Die technische Überprüfung der bestehenden Gebäude dauert an. Im März soll ein dreiseitiges Komitee mit Beteiligung von Regierung, Stadtverwaltung und EVEL die Studienergebnisse prüfen und weitere Entscheidungen treffen.

Nur registrierte Benutzer können Kommentare hinterlassen. Um einen Kommentar abzugeben,melden Sie sich bei Ihrem Konto an oder erstellen Sie ein neues →