In Paphos beschuldigte eine Mutter einen Lehrer der Gewalt gegen ein sechsjähriges Kind
In Paphos hat die Mutter eines sechsjährigen Schülers bei der Polizei Anzeige erstattet und einen Grundschullehrer der körperlichen Gewalt gegen ihren Sohn beschuldigt. Nach ihren Angaben ereignete sich der Vorfall am 15. Januar an einer der Grundschulen der Stadt.
Wie die Frau behauptet, geht das Geschehen weit über eine „Ohrfeige“ hinaus. Ausschließlich auf der Schilderung des Kindes beruhend, erklärt sie, der Lehrer habe den Jungen am Arm gepackt, ihn gestoßen und ihm ein Bein gestellt, woraufhin das Kind mit dem Gesicht auf eine Schulbank fiel.
Infolge des Aufpralls erlitt der Junge Blutergüsse unter dem Auge sowie innere Risse an den Lippen mit Blutungen. Nach Angaben der Mutter hob der Lehrer das Kind anschließend erneut am Arm hoch, hielt es an der Tafel fest und erlaubte ihm nicht, sich an die Schulleitung zu wenden oder das Blut abzuwaschen.
Dem Kind gelang es, durch die Tür in ein benachbartes Klassenzimmer zu laufen und um Hilfe zu bitten. Kurz darauf rief die Schule die Mutter an und teilte mit, dass ihr Sohn verletzt sei und dringend abgeholt werden müsse. Die Frau erklärt, dass ihr am Telefon nicht die Schwere der Situation erläutert worden sei und das Ausmaß des Vorfalls erst bei ihrer Ankunft in der Schule deutlich wurde. Sie informierte umgehend den Vater des Kindes.
Nach Angaben der Mutter habe derselbe Lehrer angeblich auch gegen einen anderen Schüler Gewalt angewendet. Eines der Kinder sei zu einer verantwortlichen Lehrkraft gelaufen, die sich auf den Weg ins Klassenzimmer machte und dem verletzten Jungen unterwegs begegnete und ihm half, das Blut abzuwaschen.
Als Ursache des Konflikts wird angegeben, dass das Kind von seinem Platz aufstand und sich an einen anderen Tisch setzte.
Die Polizei hat bereits die Aussage des Kindes aufgenommen, und das Bildungsministerium wurde informiert. Gleichzeitig arbeitet der Lehrer nach Angaben der Mutter weiterhin normal an der Schule, während ihr Sohn aus Angst zu Hause bleibt. Die Frau fordert die Suspendierung des Pädagogen, damit das Kind in ein normales Schulleben zurückkehren kann.
Ein Vertreter des Bildungsministeriums — der Inspektor für die Grundschulbildung des Bezirks Paphos — bestätigte, dass die Beschwerde tatsächlich eingereicht wurde, und teilte mit, dass eine dienstliche Untersuchung eingeleitet worden sei. Zudem wurde bestätigt, dass sich die Eltern an die Polizei gewandt haben.
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