Zyperns Behörden räumen Probleme mit Schutzräumen und SMS-Warnsystem ein
Die zyprischen Behörden haben Mängel im System der zivilen Schutzräume sowie Probleme beim Testversand von Warn-SMS an die Bevölkerung eingeräumt. Diese Fragen wurden in der Sendung „Mesimeri kai Kati“ unter Teilnahme der Leiterin des Zivilschutzes, Maria Pappa, erörtert.
Ihr zufolge sind die Schutzräume nur für kurzfristige Unterbringung in Notfällen gedacht, nicht für längere Aufenthalte. Derzeit suchen die Behörden nach zusätzlichen Räumlichkeiten, insbesondere in ländlichen Gebieten, in denen es nur wenige geeignete Objekte gibt.
Es stellte sich auch heraus, dass sich ein Teil der Schutzräume auf Privatbesitz befindet und manchmal verschlossen bleibt. Die Eigentümer sind verpflichtet, sie im Falle eines Alarms für die Bevölkerung zu öffnen, und der Zivilschutz führt bereits Inspektionen solcher Objekte durch.
Probleme wurden auch bei der SaveCY-App festgestellt, die die nächstgelegenen Schutzräume anzeigt: In einigen Fällen wurden Standorte falsch angegeben. Derzeit werden die Daten überprüft und korrigiert.
Zudem bestätigten die Behörden, dass der SMS-Testversand fehlerhaft war – einige Bürger erhielten die Nachrichten mit Verspätung oder gar nicht. Ein neuer, vollwertiger Notfallbenachrichtigungsdienst soll im Juni nach Behebung der technischen Probleme in Betrieb gehen.

