Zypern verschärft Kontrollen für Jagdhunde
Innenminister Constantinos Ioannou teilte mit, dass in der offiziellen Datenbank des Jagd- und Wildtierdienstes 50.246 Hunde registriert sind. Davon verfügen 40.658 über gültige Genehmigungen, 1.409 gelten als vermisst, 215 als gestohlen und 7.964 als verstorben.
Diese Daten weichen drastisch von den Schätzungen der Tierschutzorganisation Cyprus Voice for Animals ab, die behauptet, dass jährlich bis zu 250.000 Hunde auf der Insel ausgesetzt werden könnten.
In den Jahren 2023–2024 wurden mehr als 700 Personen wegen Verstößen gegen die Rechtsvorschriften für Jagdhunde zur Verantwortung gezogen. Laut dem Minister prüften die Inspektoren mindestens sechsmal so viele Besitzer, um diese Anzahl von Verstößen festzustellen.
Die Gemeinden führen ebenfalls regelmäßige Kontrollen durch – sowohl planmäßige als auch aufgrund von Beschwerden.
Das Innenministerium bereitet Änderungen am Gesetz zum Schutz und Management der Wildfauna vor. Geplant ist:
- die obligatorische Mikrochip-Kennzeichnung für alle Jagdhunde unabhängig vom Alter;
- die Einführung strafrechtlicher Verantwortlichkeit bei Nichtmeldung des Verschwindens oder Todes eines Jagdhundes;
- die Einführung einer Verantwortlichkeit bei Nichtmeldung eines gefundenen Jagdhundes;
- Bußgelder für Besitzer, wenn Jagdhunde während der Jagd oder des Trainings unbeaufsichtigt gelassen werden.
Zudem arbeiten die Behörden an der Zusammenführung der Datenbank des Jagddienstes mit dem Register der Veterinärdienste. Dies wird es ermöglichen, Besitzer gefundener oder verstorbener Tiere schneller zu ermitteln.
Das Ministerium betont, dass das Hauptproblem weiterhin die geringe Einhaltung der Mikrochip-Vorgaben ist, was zu einer hohen Anzahl nicht registriereter Tiere führt.

