Cyprus, Nicosia

Wasserkrise auf Zypern: Golfplätze in Paphos müssen auf staatliches Wasser verzichten

23.01.2026 / 17:12
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Die Behörden Zyperns haben die Eigentümer der Golfplätze in Paphos verpflichtet, bis zum Beginn des Sommers die Nutzung von Wasser aus dem staatlichen Bewässerungssystem einzustellen. Dies erklärte Landwirtschaftsministerin Maria Panagiotou im Fernsehen des Senders RIK.

Laut der Ministerin wurde den Betreibern der Golfclubs nach Gesprächen ein klarer Zeitplan für den Aufbau der notwendigen Infrastruktur und den Umstieg auf alternative Wasserquellen vorgelegt. Derzeit nutzen zwei der fünf Golfplätze weiterhin Wasser aus dem Bewässerungssystem von Paphos.

Sie bezeichnete die Lage der Stauseen als kritisch und betonte, dass selbst die jüngsten Niederschläge die Situation nicht verbessert hätten. Bei fortgesetztem ineffizientem Wasserverbrauch seien Kürzungen der Versorgung nicht ausgeschlossen.

Die Regierung besteht auf einer Reduzierung des Wasserverbrauchs um mindestens 10%. Wie die Ministerin erklärte, bedeutet dies in der Praxis lediglich zwei Minuten weniger laufenden Wasserhahn pro Tag für jeden Einwohner.

Gleichzeitig werden Fälle registriert, in denen der Verbrauch 500 Liter pro Person übersteigt, während der Durchschnitt bei 120–140 Litern liegt.

Das Ministerium setzt ein Programm zur Installation wassersparender Armaturen für den Haushaltsgebrauch um.

Zudem besteht ein Förderprogramm in Höhe von 3 Mio. € für Hotels, die kleine Entsalzungsanlagen installieren möchten. Seit März wurden jedoch nur 13 Anträge gestellt, ohne spürbare Ergebnisse. Für Februar ist ein gesondertes Treffen mit Vertretern des Tourismussektors geplant.

Das Ministerkabinett hat einen umfassenden Plan zur Bekämpfung der Wasserkrise beschlossen:

  • im Februar werden in Limassol neue mobile Entsalzungsanlagen in Betrieb genommen;
  • die Gesamtleistung aller bestehenden und mobilen Anlagen wird 282.000 Kubikmeter Wasser pro Tag erreichen;
  • die Produktion von entsalztem Wasser wird um etwa 20% steigen;
  • bis 2029 ist die Inbetriebnahme von zwei neuen dauerhaften Entsalzungsanlagen geplant, die mit erneuerbaren Energiequellen betrieben werden.

Außerdem wird die Installation einer schwimmenden Entsalzungsstation erwogen, und es laufen Verhandlungen mit den VAE über die Lieferung von Ausrüstung.

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