Die Wasserreserven in den Stauseen Zyperns sind auf ein kritisches Niveau gesunken

Der Wasserstand in den Stauseen Zyperns sinkt weiter und hat bereits besorgniserregende Werte erreicht. Zum Stand vom 9. Februar sind in den Dämmen der Insel 39,9 Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert, was etwa 13% der Gesamtkapazität entspricht. Das ist fast halb so viel wie im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.
Die schwierigste Situation wird im größten Stausee der Insel, dem Kouris-Stausee, verzeichnet. Sein Füllstand beträgt nur 12,17% (14 Millionen Kubikmeter bei einer maximalen Kapazität von 115 Millionen). In den letzten drei Tagen belief sich der Zufluss auf lediglich 0,25 Millionen Kubikmeter, seit Oktober auf etwas mehr als 3,2 Millionen.
Ein deutlicher Rückgang des Wasserstands wird auch in anderen großen Stauseen festgestellt:
- Asprokremmos — 12,46% (gegenüber 27,85% vor einem Jahr),
- Evretou — 17,88% (zuvor 25,13%),
- Kannaviou — 16,23% (zuvor 28,66%).
Nach Angaben des Amtes für Wasserentwicklung ist in den kommenden Monaten kein signifikanter Anstieg der Wasserreserven zu erwarten. Traditionell kommt der Zufluss in die Dämme ab März nahezu zum Erliegen, und die aktuellen Werte liegen bereits unter denen des Vorjahres.
Experten warnen, dass Zypern in ein weiteres Dürrejahr eintritt und der niedrige Wasserstand die Wasserversorgung, die Landwirtschaft und die Ressourcennutzung im Sommer beeinträchtigen könnte.
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