Denktaş kritisiert Verteidigungsabkommen zwischen Frankreich und Zypern und ruft zum Dialog mit der Türkei auf
Der Vorsitzende der TAM-Partei, Serdar Denktaş, hat die Verteidigungszusammenarbeit zwischen Frankreich und der Republik Zypern scharf kritisiert. Er erklärte, dass die Verstärkung der militärischen Präsenz auf der Insel zu wachsenden Spannungen führe und die Suche nach einer Lösung der Zypernfrage nicht fördere.
In einer Sendung eines türkischen Fernsehsenders merkte er an, dass Südzypern seiner Meinung nach „zu einem Arsenal wird“ und eine solche Politik die Aussichten auf Sicherheit und Stabilität in der Region untergraben könne. Denktaş stellte zudem die Zweckmäßigkeit der Militärstrategie infrage und betonte, dass sie von diplomatischen Bemühungen ablenke.
Der Politiker erklärte, dass man sich anstelle einer Aufrüstung auf Dialog und friedliche Koexistenz konzentrieren müsse. Er hob die Bedeutung des Aufbaus von Beziehungen sowohl zur Türkei als auch zwischen den beiden Volksgruppen auf der Insel hervor und nannte dies den Schlüssel zu einem langfristigen Frieden.
In Bezug auf den historischen Kontext erinnerte Denktaş an die Ereignisse von 1974 und die Rolle der Türkei als Garantiemacht und stellte fest, dass die Interpretationen dieser Ereignisse weiterhin Gegenstand politischer Meinungsverschiedenheiten sind.
Er warnte zudem, dass Versuche der Konfrontation mit der Türkei nicht zu positiven Ergebnissen führen würden, und betonte, dass die Region keine militärische Eskalation, sondern neue diplomatische Initiativen benötige.
Abschließend erklärte Denktaş, dass das Volk Zyperns, das die Folgen des Konflikts miterlebt habe, kein Interesse an einer Wiederholung der Vergangenheit habe und von den Politikern Schritte erwarte, die auf die Stärkung von Frieden und Stabilität gerichtet sind.
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