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Ökonom warnt vor steigenden Zinsen und Schuldenrisiken in Nordzypern

04.05.2026 / 15:05
Nachrichtenkategorie

Der Ökonom Ahmet Karavelioğlu hat nach der Veröffentlichung neuer Inflationsdaten in der Türkei vor einer möglichen Verschärfung der Geldpolitik und steigenden Finanzrisiken in Nordzypern gewarnt. Ihm zufolge übertraf die Inflation im April mit 4,18 % die Erwartungen (Prognose ca. 3,5 %), während der Jahreswert 32,37 % erreichte.

Der Ökonom glaubt, dass sich eine ähnliche Dynamik auch in Nordzypern zeigen könnte. Nach seiner Einschätzung könnte die monatliche Inflation 4 % überschreiten, was zu einem Anstieg der Lebenshaltungskosten um 12 % in den ersten vier Monaten des Jahres führen würde, während sich der Jahreswert 38 % nähern würde.

Diese Situation wird nach Ansicht des Experten den Druck auf die Zentralbank erhöhen, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum wird die Lage der öffentlichen Finanzen erschweren, die bereits durch aktive Kreditaufnahmen belastet sind.

Karavelioğlu kritisierte auch die aktuelle Finanzpolitik und verwies auf die Abhängigkeit von Ressourcen der Entwicklungsbank zur Lösung kurzfristiger Liquiditätsprobleme. Er betonte, dass dieser Ansatz nicht nachhaltig sei und das Problem des Schuldenwachstums nicht löse.

Besondere Aufmerksamkeit widmete der Experte dem Bankensektor und warnte davor, dass die Möglichkeiten der Staatsfinanzierung nicht unbegrenzt seien. Er sagte, dass das Erreichen dieser Grenze Risiken für das gesamte Finanzsystem bergen könnte.

Der Ökonom rief die Behörden dazu auf, die Finanzdisziplin wiederherzustellen und die Staatsverschuldung verantwortungsvoller zu verwalten, um eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage zu vermeiden.

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