EU-Kommission lehnt Finanzierung des Stromkabels zwischen der Türkei und Nordzypern ab
Die Europäische Kommission hat erklärt, dass die Europäische Union das Projekt einer Stromleitung zwischen der Türkei und der TRNZ nicht finanzieren wird. In Brüssel wurde betont, dass dieses Projekt nicht in der Liste der „Projekte von gegenseitigem Interesse“ für die EU enthalten ist.
Die Position der Kommission wurde in einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage von Yannis Maniatis, dem Vizepräsidenten der Fraktion der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament, dargelegt. Wie griechische Medien berichten, bestätigte Brüssel die Unterstützung für das alternative Projekt Great Sea Interconnector (GSI), das eine Energieverbindung zwischen Griechenland, Zypern und Israel vorsieht.
Zuvor hatte die Europäische Union bereits rund 657 Millionen Euro für die Umsetzung des GSI-Projekts bereitgestellt. Die EU-Kommission erinnerte zudem daran, dass die Türkei Beobachterstatus im europäischen Netz der Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E hat und zur Zusammenarbeit mit dem offiziellen Netzbetreiber der Republik Zypern verpflichtet ist.
Nach Ansicht von Yannis Maniatis ist die EU-Entscheidung ein weiteres Signal an Ankara. Der Politiker forderte eine Beschleunigung des GSI-Projekts und betonte, dass dieses von der EU-Kommission wiederholt als wirtschaftlich und geopolitisch vorteilhaft anerkannt wurde.
Die Frage der Energieverbindung bleibt eines der sensibelsten Themen in den Beziehungen zwischen den Parteien auf Zypern. Die Entscheidung Brüssels könnte die Diskussion über die Zukunft der Energieinfrastruktur der Insel und die Rolle der EU in regionalen Projekten verstärken.
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