Cyprus, Nicosia

Restaurants in Nordzypern drohen mit Protesten wegen Fleischimportverbot

20.01.2026 / 10:57
Nachrichtenkategorie

Der Nordzypern Restaurantverband RES-BİR hat seine Bereitschaft zu Protestaktionen angekündigt, falls die Behörden den Import von Rinder- und Lammhälften nicht erlauben, wie aus einer offiziellen Erklärung der Organisation hervorgeht.

Vertreter von RES-BİR erklärten, dass die Fleischpreise ein unakzeptables Niveau erreicht haben, wodurch einige Restaurants an den Rand der Schließung gedrängt wurden. Gleichzeitig kommt es zu einem Kundenabfluss nach Südzypern, was der Wirtschaft Nordzyperns erheblichen Schaden zufügt.

In der Erklärung wird betont, dass vor dem Hintergrund der Abwertung der türkischen Lira die wichtigsten Kosten — Fleisch, Strom, Miete, Arbeitslohn und andere Betriebsausgaben — weiter steigen. Unter diesen Bedingungen können Restaurants nicht mehr mit den Betrieben im Süden der Insel preislich konkurrieren.

„Wir haben die Fähigkeit verloren, mit Südzypern zu konkurrieren. Infolgedessen kaufen die Bewohner zunehmend Fleisch dort, was einen erheblichen Abfluss finanzieller Mittel aus der Wirtschaft des Landes darstellt“, heißt es in der Erklärung.

RES-BİR fordert die sofortige Einführung eines Mechanismus zum Import frischer Rinder- und Lammhälften, der auch die Interessen der lokalen Produzenten berücksichtigen muss. Laut dem Verband sollte die Entscheidung auf einer transparenten Plattform unter Beteiligung aller Interessengruppen getroffen werden.

Es wird auch berichtet, dass im Falle einer Missachtung der Forderungen bereits ein Plan für Protestaktionen vorbereitet wurde. Nicht nur Restaurants, sondern auch Wirtschaftsorganisationen, Metzger, Lieferanten und Schlachthöfe beabsichtigen teilzunehmen.

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