Taxifahrer dementieren Forderungen nach Bußgeldern und drohen mit Protesten

Murat Karalar, Präsident des Verbandes der Taxifahrervereinigungen im Norden Zyperns, kritisierte Verkehrsminister Erhan Arıklı scharf und warf ihm vor, die Position der Branche falsch darzustellen und die öffentliche Meinung manipulieren zu wollen.
Laut Karalar entsprechen Behauptungen, Taxifahrer hätten Bußgelder für die Mitnahme von weiteren Fahrgästen gefordert, nicht der Wahrheit. Er betonte, dass eine solche Initiative nicht von Branchenvertretern ausging, sondern vom Ministerium selbst entwickelt und später wegen möglicher Verletzungen der Freizügigkeit zurückgezogen wurde.
Der Verbandschef dementierte zudem Informationen über eine Forderung nach Tariferhöhungen von 70 %. Er erklärte, in den Verhandlungen sei eine Steigerung von etwa 25 % besprochen worden, was mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten, Kraftstoffpreisen und Betriebskosten zusammenhänge. Währenddessen wurden die Tarife im öffentlichen Nahverkehr bereits um 40 % erhöht, während der Taxisektor ohne vergleichbare Unterstützung blieb.
Karalar teilte mit, dass die Branche bei einem Treffen mit den Behörden 14 Forderungen vorgelegt habe, von denen die meisten in die Zuständigkeit des Fachministeriums fallen. Diese betreffen die Marktregulierung, einschließlich Fragen zum KIBHAS-Verkehr, zu touristischen Transporten und zu Fahrzeugen, die von Casinos genutzt werden.
Er unterstrich, dass der Sektor mit angestauten Problemen konfrontiert sei und systemische Lösungen benötige. Andernfalls, warnte Karalar, seien die Taxifahrer bereit, zu „ernsthaften Maßnahmen“ überzugehen.
Der Verbandsvorsitzende erklärte zudem, dass die Führung zum Rücktritt bereit sei, falls bewiesen werde, dass die Branche tatsächlich die umstrittenen Forderungen gestellt habe. Andernfalls müsse sich der Minister öffentlich bei den Branchenvertretern und der Gesellschaft entschuldigen.

