Cyprus, Nicosia

Tourismus in Nordzypern: „Externer Waffenstillstand“ und „interner Buchungskrieg“

24.04.2026 / 13:04
Nachrichtenkategorie

Der Tourismus in Nordzypern durchläuft angesichts geopolitischer Risiken und steigender Kosten eine Preis- und Strategiekrise, so Vertreter des Hotelsektors. Am 24. April 2026 veröffentlichte „Diyalog Gazetesi“ eine Einschätzung von Mehtap Erdem, Koordinatorin für Hotelverkauf und -marketing, die die Frage kommentierte: „Wohin entwickelt sich der TRNZ-Tourismus?“.

Laut Erdem entfernt sich die Branche aufgrund der militärischen Lage und wirtschaftlicher Schwankungen von der Planung und wandelt sich zu einem teureren Modell. Sie führt dies insbesondere auf die Ungewissheit im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran zurück, die ihrer Einschätzung nach den Anstieg der Ölpreise beeinflusst. Wenn der Ölpreis die 100-Dollar-Marke erreicht, spiegelt sich dies in den Tourismusausgaben durch teurere Flugtickets, steigende Kosten für Pauschalangebote und eine allgemeine Wahrnehmung des Urlaubs als teurer wider.

Erdem stellte außerdem fest, dass die Preise für Flüge von der Türkei in die TRNZ im letzten Monat deutlich gestiegen sind. Ihrer Prognose zufolge wird sich diese Verteuerung, insbesondere auf Flügen von Istanbul, Ankara und Izmir nach Ercan, mit herannahender Sommersaison beschleunigen.

In Bezug auf die Chancen betonte sie: Globale Krisen können bei klarem Management eine Chance sein, und Nordzypern könne als „sicherer Hafen“ fungieren. Erfolg wird laut Erdem jedoch nicht nur durch die Hotelauslastung bestimmt, sondern vor allem durch die Schaffung einer profitablen Nachfrage und eine korrekte Preispolitik, die Frühbuchungen stimuliert.

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