Üstel kritisiert EU nach Gipfel: Türkische Republik Nordzypern besteht auf „Zwei-Staaten-Lösung“
Ministerpräsident Ünal Üstel hat nach einem informellen Gipfeltreffen in der Republik Zypern die Haltung der Europäischen Union in der Zypernfrage scharf kritisiert.
Ihm zufolge bestätigten die Ergebnisse des Treffens den „voreingenommenen und ungerechten Ansatz“ der EU, der seiner Meinung nach seit vielen Jahren besteht. Üstel erinnerte an das Referendum zum Annan-Plan im Jahr 2004 und erklärte, dass die zyperntürkische Seite, die die Initiative unterstützte, „bestraft wurde“, während die griechisch-zyprische Seite, die den Plan ablehnte, die EU-Mitgliedschaft erhielt.
Der Premierminister merkte zudem an, dass die damals der zyperntürkischen Seite gegebenen Versprechen, einschließlich der Aufhebung der Isolation, nie erfüllt wurden.
Besondere Aufmerksamkeit widmete er dem Handeln von Präsident Nikos Christodoulides und warf ihm vor, den EU-Artikel 42.7 nutzen zu wollen, um die Militärpräsenz zu verstärken und einen politischen Block gegen die Türkei und die TRNZ zu bilden.
Der Beamte erklärte, dass die Spannungen im östlichen Mittelmeer seiner Meinung nach nicht mit der Türkei zusammenhängen, sondern mit der Politik der griechisch-zyprischen Seite, einschließlich der Aufrüstung und dem Abschluss von Militärabkommen mit ausländischen Staaten.
Er betonte, dass die zyperntürkische Seite nicht von den Prinzipien der souveränen Gleichheit und Sicherheit abrücken werde, und bekräftigte erneut den Kurs auf eine Beilegung des Konflikts auf der Grundlage eines Zwei-Staaten-Modells mit Unterstützung der Türkei.
Dem Ministerpräsidenten zufolge beabsichtigt die Regierung der TRNZ, diese Position trotz äußeren Drucks weiterhin auf internationaler Ebene zu vertreten.
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