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Mann am Flughafen Ercan beim versuchten Ausfuhr von Embryonen festgenommen

20.05.2026 / 15:33
Nachrichtenkategorie

In der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) ermittelt die Polizei in einem Fall wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Gesetzgebung zur Transplantation menschlicher Zellen, Gewebe und Organe. Der Verdächtige mit den Initialen YG wurde am Flughafen Ercan festgenommen, als er versuchte, Embryonen ohne die erforderliche Genehmigung aus dem Land zu bringen.

Wie vor Gericht mitgeteilt wurde, ereignete sich der Vorfall am Morgen des 19. Mai am Kontrollpunkt „Kale 8“. Bei der Kontrolle wurde bei dem Mann ein Behälter entdeckt, in dem sich vier Embryonen in separaten Röhrchen befanden.

Nach Angaben der Polizei wurden die Embryonen in einem Zentrum für In-vitro-Fertilisation in Lefkoşa erhalten. Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich heraus, dass keine offizielle Genehmigung für ihre Ausfuhr aus der TRNZ erteilt worden war — bei den zuständigen Behörden war lediglich ein Antrag gestellt worden.

Die Embryonen wurden als Beweismittel beschlagnahmt, der Verdächtige selbst wurde festgenommen. Die Ermittlungen prüfen zudem die Aufnahmen der Überwachungskameras und sammeln weitere Aussagen.

Der Polizeibeamte Afet Olğan teilte dem Gericht mit, dass der Festgenommene in dem Fall bereits freiwillige Aussagen gemacht habe. Die Ermittler beantragten zusätzliche Zeit, um die Umstände des Vorfalls zu untersuchen und alle mit dem Transport des biologischen Materials verbundenen Dokumente zu prüfen.

Richter Şevket Gazi gab dem Antrag der Polizei statt und ordnete an, den Verdächtigen für zwei Tage in Haft zu behalten.

Der Fall sorgte für großes öffentliches Aufsehen, da Fragen des Transports von Embryonen und der Arbeit von IVF-Zentren strengen internationalen und lokalen Vorschriften unterliegen.

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